Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Konstruktion eines Zweitaktmotorenprüfstandes für Baja-Modelle

Ralle13.11.2008 09:00
Hallo Malin,

Ergebnisse gibt es momentan noch nicht, da wir bis jetzt noch keinen funktionierenden Motor haben.
Makkus hat seine Motor vor ein paar Wochen geschrottet, sowie ich meinen auch geschrottet habe. Jetzt brauchen wir einen alten, funktionierenden Motor mit dem wir die ersten Kalibrierungsmaßnahmn durchführen können. Einen neuen möchten wir dazu nicht benutzen.
Desweiteren ist es trotz moderner Kommunikationsmöglichkiten sehr schwierig die Informationen, Konstruktionen und Ersatzteile jedes mal 600km zu verschicken. Hinzu kommen private Verpflichtungen, Probleme und natürlich die Arbeit die wir nicht vernachlässigt werden dürfen.

Ich blicke mit Zuversicht in den Dezember, da dort die Urlaubszeit beginnt.

Sobald es die ersten Ergebnisse gibt, werden wir sie hier posten, das haben wir versprochen.

Gruß
Ralle
Malin13.11.2008 09:33
Wenn ich ihn wiederbekomme könnt ihr gerne meinen haben.
Ist ein Stock 26er mit Stock Vergaser oder und 813er Vergaser.
Ist allerdings momentan nochzerlegt und deswegen auch das ein oder andere Staubkörnchen
dranngekommen. Und ich hab die Schraube ausgenudelt mit der man die Kupplung anschraubt,
also die Kupplung ist weg, hab aufgebohrt, ist halt nur noch der Rest von der Schraube drinn.

Will auch nicht´s dafür also wenn Interesse besteht -> PN
Holzkeule13.11.2008 09:52
Hallo!

Ein Prüfstand für den Motor... das klingt echt interessant!

Ich bin mir allerdings gerade nicht so sicher, ob das so wie du das erwähnt hast, Ralle, wirklich Sinn macht. (Lasse mich aber gerne überzeugen!)

Ich hab das jetzt so verstanden, dass der Ablauf dann folgender ist: Masse an die Motorwelle packen, den Vergaser schlagartig aufreißen und die Drehzahl über der Zeit messen. Richtig? Jetzt ist es aber so, dass sich Motor außer beim erreichen der Höchstdrehzahl nie in einem (quasi-)stationären Zustand befindet. Zu Beginn ist der Vergaser ganz offen, der Motor dreht aber noch im Leerlauf.

Wäre es nicht sinnvoller, den Motor zu bremsen? Also z.B. ne Bremsscheibe (mit möglichst kleinem Trägheitsmoment) an die Welle montieren und diese dann abbremsen. Daraus resultiert dann ein Drehmoment, was z.b. über die Abstützkraft der Motorlager oder der Bremsklötze ermittelt werden kann. Die Drehzahl wird ebenfalls gemessen. Die Leistung ist dann wie du schon geschrieben hast P=2*pi*n*M.

Damit kann dann auch die Leistung bei bestimmten Vergaserstellungen ermittelt werden (-> Welches Reso bringt in welchem Bereich wie viel?)



Gruß Keule
kTB13.11.2008 11:27
Schoines Ding..... Bin ja mal gespannt was da so bei raus kommt und welche Leistungen
mit welchen Tuningmaßnahmen sich heraus kristalisieren.

Gruß
KTB
Onkel Anton13.11.2008 11:57
Also ich kenn das auch nur so wie Keule beschrieben hat!? ?( :whistling:
Ralle13.11.2008 12:47
Ja Keule, so kann man es realisieren.
Es werden aber bei deinem Vorschlag weitere Sensoren und Bauteile benötigt, somit müssen auch mehrere Teile konstruiert und auch gefertigt werden, was sich erheblich auf die Herstellkosten auswirkt. Ausserdem muss die von dir angesprochenen Bremse auch betätigt werden (z.B. elektronisch). Somit ist der Prüfstand dann nicht mehr so transportfreundlich. Schliesslich ist er nicht nur für einen stationätren Betrieb ausgelegt, sondern auch für den Betrieb an einer Rennstrecke.

Der Motor muss beim Hochlauf (Volllast, Drosselklaßße 100% geöffnet) eine vorher definierte Masse beschleunigen. Diese Masse simuliert quasi die von dir angesprochene Bremse.
Aus dem bekannten Massenträgkeitsmoment multipliziert mit der Winkelbeschleunigung erhalte ich das Drehmoment.
Die bekannte Formel für die Leistungsbestimmung P=2*pi*n*M verwenden und für M das o.a. Drehmoment einsetzen.

So ist bis jetzt die Simulation und die Vergleichsberechnung von mir einwandfrei gelaufen (Abweichung ca. 0.5%)

Gruß
Ralle
Wupperbeat13.11.2008 12:49
Ich hoffe ich bin nicht der einzigste der nur Bahnhof versteht!? ?(
Malin13.11.2008 12:52
Also so ungefähr versteh ich´s schon
aber besser erklären kann ich´s dir auch nicht.

@Ralle
Das Angebot mit meinem Motor haste gesehen, oder?
Ralle13.11.2008 12:59
@Malin:
PN hab ich geschrieben.
Rantanplan13.11.2008 18:52
nö bist nicht der einzige 8| 8| ich versteh auch nur HAUPTbahnhof :whistling:
prinz-tts25.11.2010 08:39
was ist hier eigentlich bei rausgekommen,gibt es denn Prüfstand und / oder hat jemals einer einen solchen entwickelt,gebaut oder gibt es was annäherndes zu kaufen.
oxo25.11.2010 09:24
Ja, es gibt einen kleinen Anbietermarkt für solche Prüfstände. Kosten so um die 2.500-3.000€ Da es aber schon ein paar Leute gibt die so ein Ding besitzen, muß man ja nicht das Rad neu erfinden. Gegen einen kleinen Obolus messen die dir was du willst. Ist allemal billiger wie ein Kauf :D
doubleK25.11.2010 10:05
Wupperbeat schrieb:Ich hoffe ich bin nicht der einzigste der nur Bahnhof versteht!?


Ich bin bei Dir! :brainsnake:
Becks25.11.2010 11:17
ich finde die idee auch nicht schlecht.Aber ich finde es sinnvoller zu wissen wie viel kraft an den rädern ankommt.Denn das ist ja eig wichtig.
Was bringts wenn der motor übertrieben 8ps hat , aber duch ne billig kupplung un das getriebe im endeffekt nur 3,5 am rad ankommen ;-)
Gut am motor ist es dann einfacher festzustellen wegen den tuningteilen, aber wieso macht ihr euch denn keinen kleinen rollenprüfstand ? sind seid jahren bewährt und du kannst beide leistungen exakt ausrechnen lassen ....

gruß mike
Wüstengimpel25.11.2010 11:36
Becks schrieb:ich finde die idee auch nicht schlecht.Aber ich finde es sinnvoller zu wissen wie viel kraft an den rädern ankommt.Denn das ist ja eig wichtig.


Eigentlich nicht. Es sei denn, man möchte einen "Schwanzvergleich" mit anderen durchführen :D

Sinnvoll ist so ein Prüfstand um Herstellerangaben zu überprüfen, eigene Modifikationen oder Tuningteile zu testen. Das ist schon schwierig genug, da so ein Gerät keine Absolutwerte liefert sondern eigentlich nur Vergleichswerte. Da ist es absolut sinnvoll, so wenig wie möglich zusätzliche Fehlerquellen oder Ungenauigkeiten einzubauen. Ergo, Messung direkt am Motor.

Gruß Lennart