Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Kurbelwelle wuchten

Ur-Baja09.12.2012 22:58
Mr.saturn schrieb:Die würde ich zweiteilig machen und dann verschrauben.Wird bei manchen großen auch so gemacht
mfg
PS:Hier sieht mans bei 1:00 ganz gut wie die das machen https://www.youtube.com/watch?v=m3KdpzL3Hkk


Nur mal so,
die kfz pleuel werden an den lagersitzen zweigeteilt indem sie gezielt gebrochen werden.
Wenn du dein pleuel zweiteilst indem du es schneidest, hast du je nach dicke des sägeblatts oder trennscheibe verschnitt der dir dann beim zusammenbau abgeht.
Ausserdem müsstest du aufpassen dass du die beiden lagerschalenhälften wieder richtig zusammenbaust und nicht um 180 grad verdreht.
Mr.saturn09.12.2012 23:07
Wenn,dann würd ich die Pleuelhälften einzelnd herstellen das mit dem Sägen ist mir klar :D
mfg
oxo10.12.2012 18:25
Der gepresste Pleuelbolzen macht die Fertigung der KW einfacher. Die KW Wangen müssen aber diverse Anforderungen aushalten sonst sinkt die Berstdrehzahl so tief, dass du ne Splitterbombe in deinem Auto hast :thumbsup:
Ich hab noch 2 Wangen und nen Bolzen liegen, kannst gern haben. Brauchst halt ne Presse und Messwerkzeug, um alles wieder zusammen zu bekommen.
Mr.saturn10.12.2012 20:09
Mir gehts eher darum die Kurbelwelle aus einem Stück zu lassen weil ich die Welle so gerade wie möglich haben würde.Bei mehreren Stücken ist das nicht so gegeben wie bei einem Stück.Aber ich werd mich mal bei ein paar Leuten umhören ich muss mir noch was wegen der Lagerung des Pleuels überlegen
mfg
MATHO13.12.2012 09:26
Das grösste Problem der Zenoah Kurbelwellen ist die Lagerbasis, die ist zu mickrig.
Die beiden Zapfen machen um die einzelnen Kugellager eine eiernde Bewegung, die Kugellager wirken als Gelenk. Um dem zu begegnen ist die Pressüberdeckung des Zapfens recht (unnötig) hoch, ansonsten würde sich der Verband dort wegen der dauernden Umlaufbiegebelastung lösen. Ein Umbau auf 4-Lager geht gehäusetechnisch mit Mühe (vorne leicht, aber hinten am Starter muss das Gehäuse bearbeitet werden mittels Fräse, da imho kein passendes Lager verfügbar), bringt aber nicht die 100%ige Lösung, da die KW-Zapfen im Bereich der Simmerringe dünner sind d.h. die Lager tragen da nur, wenn die KW schon begonnen hat zu eiern.
Das RCMK-Konzept ist da viel besser, da die KW-Zapfen keine Verjüngungen haben und da
hier 4 Lager eingebaut sind (diese tausche ich grundsätzlich gegen g’scheite Lager von FAG aus: Typ 6001 2RSR C3).

Ein Wuchten ist unnötig und zu aufwändig, das Thema guter Rundlauf (also kein Eiern) ist da wichtiger. Dass die Kolbenerleichterung was bringt ist ohne Zweifel, allerdings wird’s da auch manchmal übertrieben mit Wandungsstärken von 0,8mm am Kolbenhemd.

Pleuel: ich habe die Konstruktion eines Titan-Pleuels fertig (spart etwa 5 Gramm und das sind Welten), aber da Titanlegierungen zu weich sind um direkt als Lagerlaufbahnen zu funktionieren müssen in die Lagerbohrungen des Pleuel gehärtete Stahlbuchsen rein.
Das ist so aufwändig, dass ein Verkaufspreis bei etwa 180 liegen würde…. das bezahlt kein Mensch und somit habe ich das Projekt gestoppt. Ein Alu-Pleuel würde ich nie einbauen, da zu weich!
Man könnte evtl. ein Pleuel von Stihl einsetzen, das ist ein einfaches Blechteil (Zeni Serie ist geschmiedet) mit eingepressten Lagerbuchsen, aber kein Mensch weiss, ob dieses schwindsüchtige Blechding die Anforderungen im Modellbau (Drehzahlen deutlich höher, Drehmomente wegen besserer Füllung auch) überleben würde, ich mach’s nicht (will keine Maschine opfern).