Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Fahrwerksfedern - Druckkraftberechnung

sascha2k28.09.2011 14:24
Moin Leute,

hat jemand von euch die Möglichkeit, die Druckfederkraft unserer Stossdämpfer-Federn zu messen?
Ich habe 2-schöne Shops gefunden, bei denen man Druckfedern kaufen kann.
Allerdings weiss ich leider nicht die Kraft, bzw. ich kann sie selber nicht messen weil die Gerätschaften einfach fehlen.

Die Shops wären:
http://www.schweizer-federn.de/index.php/cat/c32_Federnshop.html

http://www.federnshop.com/Druckfedern/DruckfedernSuche.aspx

Ich denke mit der Druckfederkraft gelingt es uns individuell eine Feder zu kaufen und unser Fahrwerk zu optimieren.

Also falls jemand zufällig die Kraft schon gemessen hat, dann bitte hier im Fred mitteilen !!! :thumbsup:
Wüstengimpel28.09.2011 15:00
Stell die Feder auf Mamis/Omas/Fraus/Freundins Küchenwaage, Tare und drück sie bis kurz vor Block zusammen. Dann hast einer Näherungswert für Fn.

Dann gehst ans Testen und Probieren....
Longer28.09.2011 15:05
Wenn du geeichte Gewichte und einen digitalen Messschieber hast, kannst du auch so die Kraft Fn berechnen.
Freak04.10.2011 21:00
hat schon jemand was rausgefunden?
waer echt interessant...
NightStalk3r reloaded05.10.2011 14:58
Also ich hab mal versucht ein paar Federn zu berechnen für einen selbstgebauten Servosaver.
Kurzum: Dafür brauchts viel Erfahrung.... oder ein Studium in Federberechnung *g*

So wirklich gepasst hat es nicht.
Ki77er10.12.2011 11:33
da kann ich euch das buch von rollof/matek maschinenelemente formelsammlung und tabellenbuch empfehlen
damit können auch neulinge ganz einfach federn schrauben wellen....berechnen
das einzige was vorhande sein sollte sind grundkenntnisse in der technischen mechanik
sollte aber durch wikipedia oder ähnliches schnell erlernt sein ;)
mfg
Wüstengimpel10.12.2011 12:26
Ki77er schrieb:da kann ich euch das buch von rollof/matek maschinenelemente formelsammlung und tabellenbuch empfehlen
damit können auch neulinge ganz einfach federn schrauben wellen....berechnen
das einzige was vorhande sein sollte sind grundkenntnisse in der technischen mechanik
sollte aber durch wikipedia oder ähnliches schnell erlernt sein ;)
mfg


Also sorry Ki77er, aber was soll der Post? Wer dafür ausreichende "Grundkenntnisse " in TM hat der braucht Deine Buchempfehlung sicher nicht, es ist nunmal das Standardwerk für alle Techniker, Ingenieure,...
Und wer vom Gymnasium, TG oder Berufschule kommt, der wird sich damit im "do-it-yourself" Verfahren äußerst schwertun. Du hast schließlich auch mehere Vorlesungen zu diesen Themen gehabt und nicht nur die Bücher, oder?
Abgesehen davon, die Brechnung selbst ist nicht das Problem. Aber Du bekommst hier eben keine Aufgabenstellung mit vorgegebenen Belastungswerten, sondern Du musst die erstmal selbst ermitteln. Das ist die eigentliche Herausforderung (auch für versierte Anwender) und bedarf etwas mehr als Wikipedia oder einmal ein Tabellenbuch aufgeschlagen zu haben.

Was die Federberechnung angeht, richtig das ist kein Hexenwerk - theoretisch. Ich kann Dir, ebenso wie Daniel (s.o.), versichern, dass es gerade bei Federn einen gewaltigen Unterschied zwischen Theorie und Praxis gibt. Ich habe schon einige berechnet, letztendlich diente die Berechnung immer nur der Annäherung an eine Musterauswahl. Die berechnete Größe war NIE die endgültige Lösung.

Nix für Ungut und Gruß
Lennart
Ki77er10.12.2011 12:47
das mit den vorlesungen sei mal dahingestellt
aber um es wie du so schön sagst kann man es einfach überschlagen indem mal einfach das gewicht wiegt und die verteilung der last ca 60% zu 40% ermittelt

fn ist die federkraft
x ist der vorgespannte federweg
c ist die federsteifigkeit (die ist für eine feder immer angegeben oder auf einer herstellerseit etc)
g ist die erdbeschleunigung [9,81m/(s*s)]
federkraft ist ja fn=c*x
fn/g=druck in kg

somit kann man es sehr gut annähern

ps das mit den buchtip ist für die leute gemeint die ein wenig technisch basiert sind durch eventuell berufsschule oder fos, die einfach mehr selber machen wollen
es heißt ja auch schließlich modellbau und nicht fertigbau :thumbsup:
Malin10.12.2011 13:25
Ki77er schrieb:das mit den vorlesungen sei mal dahingestellt
aber um es wie du so schön sagst kann man es einfach überschlagen indem mal einfach das gewicht wiegt und die verteilung der last ca 60% zu 40% ermittelt

fn ist die federkraft
x ist der vorgespannte federweg
c ist die federsteifigkeit (die ist für eine feder immer angegeben oder auf einer herstellerseit etc)
g ist die erdbeschleunigung [9,81m/(s*s)]
federkraft ist ja fn=c*x
fn/g=druck in kg

somit kann man es sehr gut annähern

also ich versteh nur Bahnhof ?(


damit:
Wüstengimpel schrieb:Stell die Feder auf Mamis/Omas/Fraus/Freundins Küchenwaage, Tare und drück sie bis kurz vor Block zusammen. Dann hast einer Näherungswert für Fn.

kann ich aber gut was anfangen :thumbsup:
Wüstengimpel10.12.2011 13:55
Ki77er schrieb:
ps das mit den buchtip ist für die leute gemeint die ein wenig technisch basiert sind durch eventuell berufsschule oder fos, die einfach mehr selber machen wollen
es heißt ja auch schließlich modellbau und nicht fertigbau :thumbsup:


Fertig mit den Plattitüden?

Rollof/Matek ist eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema, mit genau der entsprechenden Zielguppe und sicher keine leichte Kost. Was kostet der aktuell? 100€?
Du bist im zweiten Semester (?) und hast dieses Buch jetzt kennengelernt. Ich sage aber, wenn man sich als Einsteiger wirklich für das Thema interessiert gibt es bessere, verständlichere Werke. Ich behaupte, wer den RM unter den von Dir genannten Umständen kauft kann zu 98% nichts damit anfangen.

Das ist also pseudohilfreich und dient eher der Selbstdarstellung. Sorry für die harten Worte, ich meine es aber nicht wirklich böse.
Liegt nur daran, wie Du Dich hier einführst. Mit tollen technischen Zeichnungen, ohne weiteren Kommentar. Was bringt das? Was war da Deine Abeit dran, um was ging es? Da lobe ich mir User wie Gschloar, die Bilder zeigen von einem selbstgebauten Bogen und beschreiben was sie alles gemacht haben...

Noch was ganz anderes: das was die Leute hier vornehmlich machen sind Anpassungen von bereist bestehenden Systemen. Ein Teil ist 8mm dick, soll "stabiler" werden also wird jetzt 10mm und fertig. Eine Feder ist zu schwach, also brauch ich was Härteres.
Es ist immer leichter (und sinnvoller) sich der Sache von dieser Seite zu nähern. Nimm die gemessenen Werte einer Feder, definiere das was gleich bleiben muss Di/Dh/Lo und suche vergleichbare aus dem Standardprogramm. Nimm alles was passen könnte und teste. Da berechen ich nicht eine Zahl.

Versönliche Grüße
Lennart
Ki77er10.12.2011 13:59
Malin schrieb:
Ki77er schrieb:das mit den vorlesungen sei mal dahingestellt
aber um es wie du so schön sagst kann man es einfach überschlagen indem mal einfach das gewicht wiegt und die verteilung der last ca 60% zu 40% ermittelt

fn ist die federkraft
x ist der vorgespannte federweg
c ist die federsteifigkeit (die ist für eine feder immer angegeben oder auf einer herstellerseit etc)
g ist die erdbeschleunigung [9,81m/(s*s)]
federkraft ist ja fn=c*x
fn/g=druck in kg

somit kann man es sehr gut annähern

also ich versteh nur Bahnhof ?(


also wenn dein baja sagen wir 10 kilo ,schätzt du das gewicht der achsen einfach ab z.B. 3kilo auf eine der hinteren feder(verteilung 60% zu 40%)
als nächstes sei gesagt das x einfach der weg ist wie du die feder einspannst
entspannte feder hat z.B. eine höhe von 100mm und gespannt dann 80mm, dann ist x=20mm
und die federsteifigkeit c wird dann einfach mit den wert multipliziert (c hat die einheit N/mm) den wert findest du einfach auf der herstellerseite der federn
somit kommt N raus
um deine federkraft dann in kg rauszukriegen einfach durch die erdbeschleunigung teilen
und zack hast du deine federkraft die im eingebauten zustand wirkt

Außerdem zur korrektur Fn ist immer in Newton und nicht in kg somit ist das was du bei der waage abliest nicht Fn sondern federkraft in kg
Malin10.12.2011 14:16
Ki77er schrieb:also wenn dein baja sagen wir 10 kilo ,schätzt du das gewicht der achsen einfach ab z.B. 3kilo auf eine der hinteren feder(verteilung 60% zu 40%)
als nächstes sei gesagt das x einfach der weg ist wie du die feder einspannst
entspannte feder hat z.B. eine höhe von 100mm und gespannt dann 80mm, dann ist x=20mm
und die federsteifigkeit c wird dann einfach mit den wert multipliziert (c hat die einheit N/mm) den wert findest du einfach auf der herstellerseite der federn
somit kommt N raus
um deine federkraft dann in kg rauszukriegen einfach durch die erdbeschleunigung teilen
und zack hast du deine federkraft die im eingebauten zustand wirkt

Sorry aber das ist mir zu viel

Tut mir wirklich leid das su dir jetzt die Mühe gemacht hast und das alles so genau erklärt hast
aber hiermit:
Wüstengimpel schrieb:Nimm die gemessenen Werte einer Feder, definiere das was gleich bleiben muss Di/Dh/Lo und suche vergleichbare aus dem Standardprogramm. Nimm alles was passen könnte und teste.

Kann ich wesentlich mehr anfangen!
Und ich denke das wird den meisten hier so gehen.


Falls du daran interessiert bist, noch ein Tip von mir;
Denke du bist auf dem Weg dahin den gleichen Fehler zu machen wie einige
andere Maschinenbauer auch die sich mit Modellbau beschäftigt haben und ein paar sind ziemlcih auf die Schnauze geflogen.
Bei einem Modellauto, besonders der Baja mit dem hart zur Sache geht, lässt sich sowas
nicht berechnen wie bei einer Maschine. Du hast beim Modellbau keine "definierten Belastungen"
und sowas alles. Wenn du ein Modell nur mit den Formel durchrechnest klappt das nicht.
Ein Gefühl oder ein Gespühr das sich aus der Erfahrung ergibt und dadurch das man sich mit den Materialien
beschäftigt ist hierbei unabdingbar. Daraus kannst du dann deine Sachen ableiten die du brauchst.
Ich weis nicht ob die meine Arbeiten kennst und sag nicht das die ultra proffesionell sind
aber zumindest hat noch niemand ein Teil von mir kaputt bekommen (soweit ich weis).
Also kann ich ned soo falsch liegen.
NightStalk3r reloaded11.12.2011 01:28
Also das mit der Vorberechnung kannst voll vergessen. Es kann als Anhaltspunkt dienen, mehr aber auch nicht.

Federkraftberechnung ist garnicht so schwer, da reicht ein normales Tabellenbuch Metall.... da steht alles drinnen.

Ich wollte einen Servosaver selbst bauen, also geschwind mal ein paar passende Federn ausgerechnet und bestellt.
Tja, das ging voll in die Hose, selbst die Federn mir 35Kg - nennen wir es Amateurhaft: Auslösekraft fürn Servosaver (Damits jeder versteht) -
war viel zu schwach gewesen.

Btw.... im Druckguss kannste viel mit Magmasoft simulieren während der Entwicklung... ob dann in der Produktion was gescheites rauskommt, kann dir niemand sagen. Es dient höchstens als Anhaltspunkt um grobe Füllfehler in der Simulation zu erkennen. Den Rest macht der Mann an der Maschine in der Produktion.
apu11.12.2011 07:03
also von mir aus gesehen sind die federn ok wenn du die härteren verwendest!
wenn du wirklich was am fahrwerk verbessern willst,musst die dämpfer ändern...sprich das sie in druck und zugststufe anders reagieren.
eifach gesagt das sie beim einfedern minim härter sind als beim ausfedern,ist aber auch nicht so einfach zu realisieren(leider)
nur ne ultimativ harte feder bingt da nichts...ist meine meinung...
Racenut10.02.2012 09:16
Blöde frage :wtf: Warum investiert ihr die zeit nicht ins fahren üben usw ? :nummer1:Gut wenn man den baja extra schwer macht mit alluschwingen usw, muss man sich ja nicht wundern wen das fahrwerk dazu sprich die einstellungen nicht mer passen.

Mfg mike