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Der HPI Baja 5B SS Erfahrungsbericht nach 1 Jahr!

Möter08.07.2010 23:46
Servus Gemeinde,

ich hab mir gedacht ich schreib mal einen "kleinen" Erfahrungsbericht nach 1 Jahr mit dem HPI Baja 5B SS.

Mein erster Baja ist nun schon über 1 Jahr alt und hat mittlerweile über 40l durch, dabei sind selbstverständlich einige Teile draufgegangen, im folgenden werde ich genauer auf die einzelnen Bauteile des Bajas eingehen und berichten wie meine Erfahrungen sind.

So und jetzt viel Spaß beim Lesen.

Gruß Möter :king:

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Möter25.07.2010 21:53
Die Vorderachse ist sehr robust und bis auf den „Shock Tower Support“ und das „Lenkgestänge“ noch Stock. Nach einem harten Einschlag nach ca. 30min Fahrzeit hat es beide Dämpferkolbenstangen aus dem Dämpfer gerissen und der „Shock Tower Support“ ist gebrochen. Die Teile wurden ersetzt und sind bis heute verbaut und intakt.

Das „Lenkgestänge“ hab ich nach ca. 25l durch eins aus Alu getauscht da der Servosaver ausgelutscht war. Im Nachhinein ein Fehler, da ich seit dem schon öfter Probleme mit dem Servosaver hatte. Wenn man bei einem Alu Lenkgestänge den oberen Teil des Servosavers aus Plastik, also das Stock Teil, verwendet werden die Probleme zwar weniger aber besser ist hier wenn was defekt ist, wieder die Stock HPI Teile zu verbauen.

Sonst hab ich noch keine Probleme mit der Vorderachse gehabt, nach über 40l sind aber schon einige Teile sehr ausgeschlagen die bald getauscht werden müssen. Sämtliche Kugelaufnahmen sind extrem ausgeschlagen, was zur folge hat das beide unteren Querlenker und alle Kugelköpfe getauscht werden müssen. Meiner Meinung nach bei dieser Laufleistung aber absolut vertretbar.

Natürlich habe ich auch einige Modifikationen an der Vorderachse und seinen Bauteilen durchgeführt.

Die Dämpfer wurden mit dem „MöterTut-DichtMod“ (nach der Idee von Nightstalker) modifiziert um sie Dicht zu bekommen. Auch den „ALIX DämpferMod“ hab ich durchgeführt, ca. bei 35l Laufleistung. Fazit der Modifikationen an den Dämpfern, die Dämpfer sind nach dem „DichtMod“ seit mehr als 20l dicht. Der „ALIX DämpferMod“ hat sich auch sehr bewährt, das Fahrverhalten hat sich sehr zum positiven Verändert, allerdings ist das natürlich eine Fehlerquelle mehr, was ich auch schon durch den einen oder anderen geplatzten Schlauch erleben durfte. Trotzdem ist der „ALIX DämpferMod“ sehr zu empfehlen und der „DichtMod“ ist meiner Meinung nach Pflicht. Die Stock Federn von HPI hab ich vorne beibehalten da sie für das relativ leichte Vorderteil des Baja’s völlig ausreichen sind.

Dann hab ich noch die Radachsen modifiziert, da ich sehr oft den „E-Clip“ und somit ein Vorderrad verloren hab. Der „E-Clip“ wurde durch eine Schraube ersetzt, wie HIER zu sehen. Wenn man es nicht selber machen will kann man sich auch die UberRC Achsextender für vorne kaufen, die sind schon mit Schrauben versehen. Ich hab schon öfter gelesen, dass manche sich da nicht sicher sind, da es ja quasi eine Sollbruchstelle darstellt und dann halt was anderes kaputt geht oder gar die Schraube rausgerissen wird. Beides kann ich nicht bestätigen, mein Baja wurde immer sehr hart rangenommen und ich hab seit der Modifikation keine Reifen mehr verloren und es sind auch keine anderen Schäden durch die Modifikation entstanden. Auch dieser Mod ist meiner Meinung nach Pflicht.

Die Stabi’s hatte ich am Anfang verbaut, jedoch haben sie nicht lange gehalten und sind immer wieder aus den Halterungen gerutscht. Nach dem Ausbau konnte ich auch keine Unterschiede im Fahrverhalten in der Kiese feststellen. Auf Strecke oder Asphalt mag das anders sein, hierzu kann ich aber nichts sagen da ich dort keine Erfahrung hab und meine Baja’s nur Artgerecht, nach §0815 der Baja-Verordung, in der Kiese bewege.

Die vordere Pin-Brace ist auch nach über 40l nicht ausgeschlagen, ganz im Gegenteil zu den hintern Pin-Braces, aber hierzu später mehr.

Überrascht war ich in Sachen Radlager, die original HPI Radlager haben es an der Vorderachse um die 20l mitgemacht, dann hab ich sie gegen Lager aus dem %20PRO%22']Team Fast Eddy Lager Set getauscht, welche bis heute noch einwandfrei laufen. Die original Lager waren noch nicht kaputt, nur hat sich jede menge Sand reingedrückt gehabt und zum Sauber machen und neu Schmieren war ich ehrlich gesagt einfach zu Faul.

Einen Frontrammer hatte ich nie verbaut, was meiner Meinung nach auch nicht wirklich notwendig ist. Ich hatte ein paar üble Nasenlandungen bei denen aber nie ein Schaden entstanden ist. Bei kapitalen Einschlägen wie etwa gegen einen Baum oder eine Laterne hilft auch ein Frontrammer nichts, warum sollte man sich also unnötiges Gewicht an den Baja schrauben. Von der Optik sehe ich hier mal ab, denn es gibt in der Tat ein paar Rammer die richtig gut aussehen.

Alles in allem ist zu sagen, dass die Vorderachse am HPI Baja wie oben schon geschrieben sehr robust und stabil gebaut ist.

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Möter25.07.2010 21:54
Der HPI Baja 5B SS ist ein Baukasten und kein RTR Modell, darum waren nicht alle Teile für die RC-Box dabei und mussten extra dazugekauft werden. Die noch benötigten Teile waren, Gas/Bremse Servo, Sender mit Empfänger, Empfänger-Akku und das Failsave mit Motoraus.

Ich habe als Gas/Bremse Servo ein Hitec HS-5955 TG genommen, dieses Servo stellt mit seinen 24kg Zugkraft sicher das man den Baja in jeder Situation auf der Bremse unter Kontrolle hat.
Der bei mir verbaute Empfänger ist ein Spektrum SR3300T, dieser hat eine Telemetrie-Funktion die meiner Meinung nach aber zu vernachlässigen ist, weshalb ich hier auch nicht näher darauf eingehe.
Als Empfänger-Akku verwende ich ein /SubProducts/d2[07]4600']4600mAh HumpPack von DDM , ein sehr zuverlässiger Akku mit langer Standzeit.
Das mit am wichtigsten beim Baja, bzw. generell bei einem Großmodell, ist ein Failsave-Modul mit Motoraus-Funktion. Ich verwende seit Anfang an dieses Failsave , es ist sehr zuverlässig und von der Bauform her ideal zum Einbau in die RC-Box. Wer ohne ein solches Failsave-Modul sein Modell betreibt, handelt GROB FAHRLÄSSIG!

Das HPI Lenkservo, welches beim Bausatz dabei war ist kein schlechtes Servo und hat bei mir ca. 20l gehalten, dann waren die Zahnräder kaputt. Der Servo selber hatte nichts und läuft nach einer Reparatur, Zahnräder wurden durch neue Ersetzt, in meinem 2ten Baja nun auch schon wieder mehrere Liter einwandfrei. Ersetzt wurde es durch ein MPX Rhino Digi 4 , das wohl meist verbaute Lenkservo am Baja. Nach mittlerweile 20l mit dem Rhino bleibt festzuhalten, keinerlei Probleme, arbeitet absolut zuverlässig und hat auch noch keine Anzeichen eines baldigen Schadens.
Auf Gas/Bremse läuft von Anfang an, also seit ca. 40l, das Hitec HS-5955 TG. Es hat noch nie Probleme gemacht und immer zuverlässig seinen Dienst verrichtet.
Das Rhino und das Hitec Servo, sind beides digitale Servo’s, diese „Brummen oder Summen“ im Ruhezustand gerne mal. Das ist aber kein Grund zur Sorge, dass kommt durch die permanente Positionskorrektur der digitalen Servos.

Nun zum wie oben schon geschrieben, dem meiner Meinung nach wichtigstem Teil am Baja, dem Failsave-Modul mit Motoraus-Funktion. Das von mir verwendete kann man HIER kaufen, es kostet nicht viel und sollte deshalb in keinem Baja fehlen. Dafür benötigt wird eine 3-Kanal Fernsteuerung, um die Motoraus-Funktion optimal nutzen zu können.

Ich hab oben schon geschrieben das man GROB FAHRLÄSSIG handelt wenn man ohne ein solches Failsave-Modul mit Motoraus-Funktion fährt. Es gibt viele Gründe die dafür sprechen, unter anderem stellt euch vor der Baja mit seinen 12-15kg, je nach Tuning, gerät außer Kontrolle und dadurch entsteht Sachschaden oder gar Personenschaden. Erstens will das keiner und zweitens kann es durch eben so ein Failsave-Modul mit Motoraus-Funktion vermieden werden , eine 100%ige Sicherheit wird es aber nie geben. Bei dem hier verwendeten Modul kann der Motor mit einem Schalter an der Fernsteuerung oder durch Ausschalten der Fernsteuerung, gekillt(ausgeschaltet) werden, deshalb nennt man diese Module unter anderem auch Kill-Switch.

Dieses Failsave-Modul mit Motoraus-Funktion hat immer zuverlässig gearbeitet, den Motor zuverlässig bei Unterspannung des Empfänger-Akkus gekillt und natürlich auch bei Funkverlust, aber auch hin und wieder aus einem nicht ersichtlichen Grund, aber lieber einmal zuviel als zu wenig.

Beim Zusammenbau denkt man zuerst man hat viel Platz in der RC-Box, das relativiert sich aber sehr schnell. Also immer die Kabel sauber verlegen so dass der Deckel immer sauber zugeht, dann kann man sich zusätzliches abdichten der RC-Box auch sparen. Meine RC-Box ist nicht zusätzlich abgedichtet und es ist trotz einigem Wasserkontakt noch kein Wasser in die RC-Box eingedrungen.

Die RC-Box des HPI Baja’s ist sehr praktisch, es kann die gesamte Elektronik mit wenigen Handgriffen aus dem Fahrzeug entfernt werden, dass ist besonders Praktisch beim Schrauben oder Putzen des Baja’s. Alles in allem eine sehr feine Sache.

Was auch noch zum „Gehirn“ des Baja’s gehört, wenn auch nicht immer das Gehirn des Fahrers maßgeblich an der Steuerung des Modells beteiligt ist, ist die Funk-Fernsteuerungsanlage. Bei mir ist die Spektrum DX3S 2,4 GHz im Einsatz. Die 2,4GHz Anlagen haben den großen Vorteil, dass sich mehrere Anlagen problemlos gleichzeitig betreiben lassen. Ein Wechsel des Quarzes wie noch bei den FM Anlagen ist nicht mehr nötig, da sich die 2,4GHz Anlagen ihre freie Frequenz selber suchen. Es wird des öfteren von Reichweitenproblemen mit dieser oder generell mit Spektrum Anlagen gesprochen welche ich aber nicht bestätigen kann. Durch den permanenten Einsatz bei oftmals sehr staubigen Bedingungen knirschen die Tasten und Rädchen schon ein klein wenig, was aber die Funktion der Anlage nicht beeinträchtigt. Ich bin sehr zufrieden mit der DX3S und sie wird bei mir nur durch eine Futaba 4PK ersetzt wenn mir mal danach ist.

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Möter25.07.2010 21:55
Der Tank ist eigentlich keine große Sache, ein paar Worte möchte ich aber doch loswerden.

Im Tank entsteht im Betrieb ein Unterdruck, dieser wird durch die Tankentlüftung ausgeglichen. Beim HPI Baja erfolgt dies durch ein kleines Loch im Tankdeckel. Dieses Loch ist sehr sehr klein und kann durch Dreck und Staub verstopfen, was zur folge hat, dass der Motor nicht mehr mit genügend Sprit versorgt wird. Um diese Probleme zu verhindern kann man das Loch leicht vergrößern, so dass es nicht mehr so leicht verstopft, funktioniert so einwandfrei denn so bin ich die ganzen ca. 40l gefahren, oder man verwendet einen Tuning Tankdeckel.
Der meiner Meinung nach beste Tankdeckel auf dem Markt ist der /SubProducts/%22BLUR[55]%20SV%22']„BLUR Tankdeckel mit integrierter Entlüftungsfilter“ . Dieser sieht nicht nur gut aus, er lässt sich auch wesentlich besser Handhaben als der Stock Tankdeckel und die Entlüftungsprobleme gehören dank dem integrierten Entlüftungsfilters der Vergangenheit an.

Die Spritleitungen werden nach nunmehr ca. 40l langsam hart und werden bald durch neue ersetzt. Ich hatte noch nie Probleme mit den Stock Spritleitungen und sehe somit auch keine Notwendigkeit ein Tuning Spritleitungssystem zu verwenden. Der Filter an der Spritzufuhrleitung im Tank musste auch noch nicht gereinigt werden, da noch keine Verschmutzung zu erkennen ist. Den Tank selber sollte man hin und wieder mal ausspülen, da sich bei den vielen Fahren im feinen Sand doch das ein oder andere Sandkorn in den Tank verirrt und durch die Reinigung verhindert wird das der Filter verdreckt.

Der Tank selber ist auch noch 100%ig dicht und muss somit nicht gewechselt werden.

Seit Anfang an fahre ich Shell V-Power Racing, zuerst mit dem 2-Taktöl was beim 5B SS Bausatz dabei war im Mischungsverhältnis 1:25 , dann mit dem Motul 800 Offroad ebenfalls 1:25 und nun seit ca. 25l mit Blendzall FK 100 1:40 plus Mathy TS Additiv 1:1000.

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Möter25.07.2010 21:55
Das Herz des Baja’s ist, wie in der Überschrift schon steht, der Motor. Bei diesen Motoren handelt es sich um Luftgekühlte Einzylinder 2-Takt Motoren. Die Zündung erfolgt über eine Zündspule die an der Lüfterradseite des Motors angebracht ist. Im Lüfterrad befindet sich ein Magnet, welcher die Zündungen auslöst. Wie ein 2-Takt Motor funktioniert könnt ihr HIER bei Wikipedia nachlesen.

Es gibt Grundsätzlich zwei verschiedene Varianten dieser Motoren, die 2Bold und die 4Bold. Mit 2 oder 4Bold bezeichnet man, mit wie viel Schrauben der Zylinder auf dem Kurbelwellengehäuse befestigt wird wobei hier der Vorteil klar auf der Seite der 4Bold Motoren liegt, hierzu aber später mehr.

Der im HPI Baja 5B SS Baukasten enthaltene, ist ein 26ccm Fuelie CY Motor, welcher bei mir ca. 15l seinen Dienst verrichtet hat. Die Leistung des Motors ist für den Anfang, in Verbindung mit der „SS-Tröte“, vollkommen ausreichend, so kann man sich an das Fahrverhalten des Baja’s sehr schnell gewöhnen.

Nach 5l habe ich den Motor das erste mal zerlegt und geprüft ob alles noch in Ordnung ist. Alles war in bester Ordnung und so hab ich den Motor wieder zusammengebaut, wobei ich dabei einen entscheidenden Fehler gemacht habe. Ich habe eine dieser schwarzen Gummi Zylinderfußdichtungen verbaut, ohne sie zu verkleben. Das unausweichliche passierte, die Dichtung hat es bei der nächsten Fahrt gleich wieder rausgedrückt, was ich allerdings erst am Ende des Tages merkte. Durch die rausgedrückte Dichtung hat der Motor sich ein paar Züge staubiger Luft gegönnt, die ihre Spuren im Motor hinterlassen haben. Den Motor hab ich dann nochmals zerlegt, gereinigt, einen neuen Kolbenring verbaut und beim Zusammenbau dann eine blaue Papierdichtung verbaut. In dem Zustand lief der Motor dann noch ca. 9l mit stetig sinkender Leistung, bis er dann an einem Sonntagnachmittag aufgrund langer schwerer Krankheit, nach ca. 15l, einen qualvollen Tot starb.

Für Ersatz wurde umgehend gesorgt und mein Baja bekam ein neues Herz. Es wurde ein /SubProducts/%22o1[50]%20BK%22']29ccm CY Motor mit geschlossener Kurbelwelle verbaut, dessen Leistung schon deutlich spürbar größer war als die des 26ccm Motors. Die Freude war allerdings nicht von langer Dauer, denn nach ca. 9l starb auch dieser Motor. Grund diesmal war ein Kurbelwellenlagerschaden Kupplungsseitig.

Da man sich ja leider viel zu schnell an Leistung gewöhnt, musste das neue Herz natürlich mehr Leistung haben als das alte. Nach langem hin und her habe ich mich für einen getunten 29ccm SpeedTec Motor entschieden. Die Leistungssteigerung im Vergleich zu dem normalen 29ccm Motor war enorm, wobei ich mit der Zeit merkte das es ein kleines Leistungsloch im unteren Drehzahlbereich gab, welches auf das zu dieser Zeit verwendete Reso zurückzuführen ist(hierzu später mehr). Den ersten Service nach 5l hat der Tuner durchgeführt, es wurden neue Dichtungen und ein neuer Kolbenring verbaut. Dieser Motor hat sehr viel Spaß gemacht, sprang immer gut an und war im Spritverbrauch sehr sparsam, 1 Tank 1 Stunde fahren war kein Problem. Das Ende deutete sich zwar langsam durch Leistungsverlust an, kam dann aber doch überraschend schnell. Grund auch hier ein kaputtes Kurbelwellenlager auf der Kupplungsseite, wodurch der Simmerring undicht wurde und der Motor Dreck gezogen hat.

Die ganzen Probleme nervten mit er Zeit und so entschied ich mich diesmal für den G270 Zenoah 4Bold Motor , von dessen Listungsfähigkeit und Laufleistung hier im Forum nur gutes berichtet wird. Nach 1l entschied ich mich aufgrund mangelnder Leistung ein BigBore Kit zu verbauen. Die Wahl viel auf das /SubProducts/%22O1[01]%2030.5%22']30,5er O’Neill Brothers Racing Machined & RacePorted 4Bold Zenoah Kit und was soll ich sagen, WOW das ist der mit Abstand beste Motor den ich je hatte. Nach 1l Betrieb in diesem Baja entschied ich mich den Motor in meinen neuen Baja, die „Dirty Sister“ , einzubauen. Dort verrichtet er zuverlässig seinen Dienst und bringt in Verbindung mit der VRC Sidemount Unsilenced Pro-Pipe enorme Leistung.

In den ersten Baja hab ich dann meinem ersten selber getunten Motor, einen 23ccm MT, verbaut, welcher sich zurzeit in der Testphase befindet. Ein normaler G270 Zenoah steht als Ersatz jederzeit bereit.

Zum Motor gehört natürlich auch der Seilzugstarter, oder liebevoll der Seili genannt, dazu. Diese Seili’s gehen sehr schnell kaputt wenn man sie nicht hin und wieder reinigt, ich habe in den ca. 40l nur 2 Seili’s verbraucht. Sollte der Seili mal kaputt gehen, macht euch nicht die Arbeit den zu reparieren, sondern ab in die Tonne damit und einen neuen drauf. Eine Starterklinke aus Alu ist nicht empfehlenswert, da hiermit auf Dauer das Lüfterrad beschädigt wird.
Dann gibt es noch die Möglichkeit einen so genannten Roto-Starter zu verbauen, bei dem der Motor mit einem Akkuschrauber gestartet wird. Ich halte davon nichts, denn erstens will ich nicht immer einen Akkuschrauber mit rumschleppen, zweitens hat man mit einem Seilzugstarter einfach mehr Gefühl und drittens gehört das doch irgendwie dazu, dass man sich ab und zu einen Wolf zieht, oder nicht?

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Weiter in Teil 4.2 „Das Herz des Baja’s, der Motor“
Möter25.07.2010 21:56
Die Zündkerze kann auch eine Fehlerquelle sein, die einen in den Wahnsinn treibt, hierzu gleich mehr. Bis jetzt bin ich folgende Kerzen gefahren:
NGK CMR7H
/SubProducts/%22M0503[01]%20CR7%22']NGK CR7HIX Iridium
Champion RZ7C
und kann folgendes berichten. Die NGK CMR7H und die Champion RZ7C sind in etwa Vergleichbar, mit dem kleinen Unterschied das die Champion Kerzen länger halten als die NGK. Meine Empfehlung sind also die Kerzen von Champion.
Anders sieht es bei der Iridium Kerze von NGK aus, diese Kerze läuft bei mir schon seit ca. 15l und hat kaum Verbrennungsrückstände angesetzt. In verschiedenen RC-Foren im Netz, auch hier, hab ich schon gelesen, dass diese Iridium-Kerzen den Empfänger stören können, was bei mir aber in den ganzen ca. 15l nie der Fall war. Die Iridium-Kerzen sind von der Bauform her wesentlich höher als die normalen Kerzen, somit kann man diese Kerzen meines Wissens nach nur mit dem 5T Dachschutz fahren. Die Iridium-Kerzen werden mit Leistungssteigerung uvm. beworben, was aber wenn überhaupt nur auf einem Leistungsprüfstand zu messen ist, ich habe davon nichts gemerkt.
Oben hab ich schon geschrieben, dass einen diese Zündkerzen auch in den Wahnsinn treiben können. Solltet ihr also mal Probleme mit dem Motor haben, z.B. das er nicht anspringt schaut euch die Kerze an. Dabei ist sehr wichtig, wenn eine Kerze noch einen Funken hat, muss das noch lange nicht heißen, dass die Kerze noch in Ordnung ist und das Gemisch zünden kann. Wir hatten das mal beim Baja meines Bruders, da kann man ziehen bis man den Herrgott persönlich kennt und es rührt sich nichts, weil der Funke eben nicht mehr stark bzw. konstant genug war um das Gemisch zu zünden, neue Kerze rein 2-mal gezogen und er sprang an.. Es ist also unbedingt notwendig immer eine neue Kerze als Ersatz dabei zu haben, man weiß ja nie.

Die Fehlersuche am Motor ist immer schwierig, vor allem hier im Forum sind oft nur Ferndiagnosen möglich, außer das Problem ist eindeutig. Was aber immer hilft wenn man Probleme hat ist ein Kompressions-Tester (für unsere Motoren mit M10 Gewinde), denn die Kompression sagt schon viel über den Zustand des Motors aus, kostet ja auch nicht viel und sollte deshalb in keiner Werkzeugbox fehlen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Motor wohl mit eine der größten Fehlerquellen im Baja ist, wobei ich eher weniger Probleme hatte, mein Bruder aber leider umso mehr. Nach dem Umstieg von CY 2Bold auf Zenoah 4Bold gehören Motorenprobleme zumindest bis jetzt der Vergangenheit an. Ich persönlich rate jedem kein Geld mehr in 2Bold CY Motoren zu investieren, da die qualitativ Hochwertigeren 4Bold Zenoah Motoren die Zukunft sind. Auch können die 4Bold Motoren besser und Leistungsstärker getunt werden, was ja auch kein wirklicher Nachteil ist.

Es gibt noch ein paar Sachen die man am Motor machen sollte, bevor er im Baja verbaut wird.
Um das Lüfterrad vor Beschädigungen zu schützen sollte jeder Motor untenrum vergittert werden, um zu verhindern das Steine das Lüfterrad beschädigen. Will man das nicht selber vergittern, kann man sich auch den ']Outerwears Motorschutz kaufen, welcher selbst feinen Sand abhält aber dem Motor noch genug Luft zur Kühlung lässt.
Des weitern sollte man den Seilzugstarter z.B. mit einem /SubProducts/%22O9[00]%20RD%22']Outerwears-Überzug schützen, damit er nicht so schnell verschmutzt und somit schnell kaputt geht.
Die Kabel die zum Failsave-Modul in der RC-Box gehen, sollten nicht direkt neben dem Zündkabel verlegt werden, dadurch könnte es zu Störungen der RC-Anlage kommen.

Für diejenigen unter euch die sich nicht sicher sind, wenn es ums Motor zerlegen bzw. Motor zusammenbauen geht, hab ich mal ein großes Tutorial geschrieben, mit vielen Bildern, nachdem eigentlich jeder einen Motor zerlegen und wieder zusammen bauen kann.

„Großes Motor Tutorial „Wechseln der Lager und Simmerring“

Und wenn noch Fragen offen bleiben steht uns allen ja noch das Weltbeste Forum zur Seite.

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Möter25.07.2010 21:56
Der Luftfilter und der Vergaser sind neben dem Motor selber die größten Fehlerquellen am Baja.

Der Motor vom HPI Baja 5B SS wird mit einem Walbro 668 Vergaser ausgeliefert, ein Vergaser mit Choke, der das Starten des Motor gerade für Anfänger sehr erleichtert. Später wenn man sich mit dem Vergaser und den Einstellungen besser auskennt kann man auf den Choke verzichten.
Am Anfang bin ich mit der Einstellung der Vergasernadeln L und H gefahren, die vom Werk eingestellt waren. Nach ein paar Litern hab ich den Vergaser noch ein bisschen nachgestellt und so ein klein bisschen mehr Leistung aus dem Motor geholt.

Der Vergaser hat genauso lange gehalten wie der Motor, dann waren sowohl die Vergaserwelle als auch die Chokewelle ausgeschlagen. Man merkt das recht gut wenn der Motor im Stand anfängt mit der Drehzahl rauf und runter zu gehen. Wenn die beiden Wellen ausgeschlagen sind sollte man die Wellen wechseln, wenn die Bohrungen in denen die Wellen laufen nicht auch ausgeschlagen sind. An diesen Stellen zieht der Vergaser dann auch Dreck der in den Motor gelangt und diesen beschädigt.
Das Ausschlagen der Vergaserwelle kann durch richtiges Einstellen des Gas/Bremse Gestänges zumindest gemindert werden. Will man jedoch eine dauerhafte Lösung des Problems sollte man den Vergaser auf Kugellagerung umbauen lassen und eine Stahlvergaserwelle verwenden.

Der zweite Vergaser von dem normalen 29ccm Motor läuft auch nach 9l noch Problemlos und liegt als Ersatz bereit.

Bei dem getunten 29ccm SpeedTec Motor war kein Walbro Vergaser verbaut, sondern ein Ruixing. Dieser Vergaser ließ sich nicht einstellen, auch der 2te Ruixing den ich als Ersatz kostenlos erhalten hab funktionierte nicht. Hab dann einen neuen Walbro 668 gekauft und mit dem hatte ich dann bis heute kein Problem. Die Chokewelle hab ich rausgemacht und die Bohrungen mit Madenschrauben verschlossen, auch die Vergaserwelle ist noch intakt dank dem richtig eingestelltem Gas/Bremse Gestänge.

Auf dem 30,5er Motor fahre ich einen Walbro 813 Vergaser der nicht unbedingt sehr beliebt ist, da er als „Zicke“ gilt. Im Vergleich zum Walbro 668 hat der 813er keine Chokewelle und verfügt über eine Beschleunigerpumpe welche das Ansprechverhalten des Motors verbessern soll. Als „Zicke“ wird er deshalb bezeichnet, weil es sehr viele 813er gibt die sich nur schwer oder gar nicht einstellen lassen.
Mein 813er ist aber einer der guten Sorte, die optimale Einstellung wurde Kinderleicht gefunden und das Beste ist, der Motor springt spätestens beim 3ten Zug an auch wenn der Motor kalt ist und z.B. 2 Wochen nicht gelaufen ist.
Also wenn der 813er richtig funktioniert ist er ein Segen, tut er das nicht ist er eben eine Zicke.

Bei dem Gestänge selber bin ich noch am rumexperimentieren was die beste Lösung ist, da wenn man wie ich ausschließlich im Sand fährt das Gestänge gerne mal hängen bleibt. Ich hatte letztins gedacht ich hab die optimale Lösung gefunden, was sich aber in der Praxis leider als Falsch herausstellte. Wenn ich damit fertig bin gibt’s selbstverständlich ein „MöterTut“.

Nun zum Luftfilter der beim HPI Baja nicht der schlechteste ist, wenn man ihn sorgfältig Wartet. Man muss aber auch sagen das es ein paar Stellen gibt an denen die staubige Luft am Filter vorbeiziehen kann und somit in den Motor gelangt.

Man sollte also einige Veränderungen am Luftfiltersystem durchführen um den Motor besser vor Dreck und Wasser zu schützen. Wenn man beim Stock Luftfilter bleiben will empfehlen sich folgende Veränderungen.
Um das doch recht umständliche und nervige Wechseln des Luftfilters zu erleichtern, sollte man sich das ']„BLUR QuickRelease Luftfiltersystem“ zulegen, eines der besten Tuningteile für den HPI Baja das man für Geld kaufen kann. Bei diesem System wird auch die größte Schwachstelle des Stock Systems ausgeschaltet, nämlich die Stelle an der am einfachsten Luft am Filter vorbeiziehen kann.
Zusätzlich sollte man den Stock Außenfilter(grau) durch den 2-stufigen ']TGN RedNeck Vorfilter ersetzen und einen /SubProducts/%22O9[04]%20OR%22']Outerwears Luftfilterüberzug verwenden.
Der TGN RedNeck Vorfilter wird genauso wie der blaue Innenfilter geölt, wobei darauf zu achten ist nicht zuviel Öl zu verwenden, da sonst der Motor nicht genug Luft bekommt und nicht richtig läuft bzw. sich nicht richtig einstellen lässt oder gar nicht erst anspringt.

Mit diesen Veränderungen hat man dann einen leicht zu wechselnden und zuverlässigen Luftfilter. Man sollte den Luftfilter bei staubigen Verhältnissen nach jedem Tank wechseln, ich gebe allerdings zu das dies in der Praxis im Fahrrausch, manche verfallen sogar in einen hypnotischen Zustand, nicht immer Umzusetzen ist. Wenn man den Filter wechselt aber unbedingt darauf achten das kein Dreck oder Staub in den Vergaser kommt, also nicht gerade in einer Staubwolke in der Kiese den Filter wechseln.

Als Luftfilteröl empfiehlt sich das Motul Luftfilteröl , sehr gute Filterleistung und wohl das meist verwendete Luftfilteröl hier im Forum. Der einzige Nachteil an dem Öl ist das es sich sehr schwer auswaschen lässt, zumindest dachte ich das immer. Ich hab alles Mögliche ausprobiert, Cilit Bang, Persil Tabs, Kernseife usw., egal was es war immer eine Schinderei den Filter sauber zu bekommen. Verwendet man allerdings den Motul Luftfilterreiniger wird das Filter sauber machen zum Kinderspiel, Filter eintauchen, ein paar mal ausdrücken und sauber ist der Filter.

Zwischendurch bin ich auch mit dem RN-Luftfiltersystem gefahren, bei dem durch die Bauart 100% ausgeschlossen ist das Dreck durch den Luftfilter in den Motor gelangt, natürlich nur bei richtiger Handhabung. Hierfür wird spezielles Luftfilteröl benötigt und zum auswaschen sind hier Persil Tabs recht gut geeignet, da sich das spezielle RN Öl leichter auswaschen lässt als das Motul. Auf keinen Fall darf man hier den Motul Luftfilterreiniger anwenden!

Ich fahre also beide Systeme auf meinen Baja’s, da ich mich noch für keines der beiden 100%ig entschieden hab, es ist eben auch einen Glaubensfrage und ich will nicht die nächste Luftfilter Grundsatzdiskussion anfangen. Jeder sollte also für sich selber entscheiden welches System man fahren möchte.

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Möter25.07.2010 21:57
Die Beine, also die Hinterachse des Baja’s, ist wie auch die Vorderachse sehr stabil und haltbar gebaut. Bei mir ist bis auf die zwei hinteren Streben, die zum Schutz des Reso’s gegen Stahl Streben von VR-Racing getauscht wurden und nicht weil sie kaputt waren, alles Stock. Schäden hatte ich noch keine, gut mal der ein oder andere verlorene „E-Clip“, die Radlager, die ein oder andere Dämpfer-Kolbenstange, sonst nichts, sind ja auch nur Kleinigkeiten und bei der Laufleistung und Belastung absolut vertretbar.

Bei den Radlagern sieht es an der Hinterachse anders aus als bei der Vorderachse. Da der Baja eine 2WD Heckschleuder ist, wirken auch die Antriebskräfte nur auf der Hinterachse, was die Lager sehr stark beansprucht. Die Lager mussten hier ebenfalls nach ca. 20l durch neue ersetzt werden, diesmal aber weil die wirklich kaputt waren. Der ganze Dreck, die Antriebskräfte usw. haben den Lagern derart zugesetzt das die Kugeln schon von alleine rausgefallen sind, Lagerabdichtung war teilweise nicht mehr vorhanden. Die dann verbauten Lager aus dem %20PRO%22']Team Fast Eddy Set laufen allerdings auch nach nunmehr 20l noch recht gut, sollten aber bald mal wieder getauscht werden. Man sollte die hinteren Radlager sowieso immer im Auge behalten, da defekte Lager hier zu größerem Verschleiß an den Antriebskomponenten wie z.B. Pin’s oder Cup’s führen.

Oben hab ich ja schon erwähnt, dass noch nichts außer den Lagern und ein paar Dämpfer-Kolbenstangen defekt war und mal der ein oder andere „E-Clip“ verloren ging, nach 40l ist aber an manchen Stellen schon extremer Verschleiß festzustellen.
Der größte Verschleiß ist an den zwei Pin-Braces festzustellen, was hier mal runde Löcher waren sind mittlerweile O-förmige Öffnungen geworden. Dadurch haben die unteren Querlenker so viel Spiel bekommen das einem manchmal Angst und Bange wird wenn man SlowMotion Aufnahmen sieht. Abhilfe schaffen hier die Pin-Breaces mit Kugellagerung von W.S.E., hier schlagen zwar die Lager auch aus und müssen gewechselt werden, das ist aber allemal weniger nervig als gleich die ganze Pin-Brace wechseln zu müssen. Die Querlenker selber sind noch nicht ausgeschlagen und können sowohl unten als auch oben Problemlos weiter gefahren werden.
Weitere Teile an denen Verschleiß auszumachen ist sind, die Dämpferbrücke welche schon „leicht“ verbogen ist, die „Shock Tower Support Streben“ welche sich nach dem Motto „Was nicht passt, schmilzt sich passend“ an das verwendete Reso angepasst haben und wie auch an der Vorderachse sämtliche Kugelaufnahmen. Die Spurstangen an den hinteren oberen Querlenkern sind beidseitig auch leicht verbogen aber nicht gebrochen, dass kann beim Wechsel der Kugelaufnahmen aber wieder gerichtet werden.

Die Dämpfer habe ich wie die an der Vorderachse mit dem „Dicht-Mod“ und dem „ALIX-Mod“ modifiziert. Wie auch vorne sind die Dämpfer nach mehr als 20l immer noch dicht, ein paar Schläuche vom „ALIX-Mod“ sind allerdings auch hier schon draufgegangen. Im Gegensatz zu vorne fahre ich hinten die 20% härteren DDM Federn, da mir die Stock Federn einfach nicht hart genug waren und der Baja hinten immer sehr stark durchschlug. Die Modifikationen haben sich auch hier sehr positiv auf das Fahrverhalten ausgewirkt.

In der Bauanleitung des 5B SS werden hinten die 4Grad Spurplatten verbaut, wie sie auch beim Baja 2.0 RTR verbaut sind. Diese bin ich am Anfang auch gefahren, da sich der Baja leichter in der Spur halten lässt. Hat man sich allerdings an das Fahrverhalten gewöhnt und mehr Sicherheit beim Steuern gewonnen, kann man durch aus auch die 3 oder 2Grad Platten verbauen. Ich hab irgendwann auf die 2Grad Platten gewechselt und möchte nichts anderes mehr Fahren, das Fahrverhalten ist einfach „dreckiger“ und macht in der Kiese einen Mords Spaß.

Wie auch an der Vorderachse hab ich hinten die Stabi’s wieder ausgebaut, auch hier keine Veränderung am Fahrverhalten zu bemerken. Gehalten haben sie noch viel weniger als vorne und sie verklemmten sich sogar hin und wieder im Dämpfer.

An der Hinterachse sind natürlich noch mehr Komponenten wie z.B. die Getriebebox verbaut, dazu werde ich im nächsten Teil genauer eingehen.

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Möter25.07.2010 21:58
Bei den Muskeln des Baja’s, also dem Antriebsstrang werde ich von der Kupplung über die Bremse und das Getriebe bis hin zu den Antriebsknochen und den Sechskant-Radmitnehmern alle meine Erfahrungen und Tipps beschreiben und berichten.

Die Kupplung an unseren Motoren ist normalerweise eine 2-Backen Fliehkraftkupplung, bei der die Einkuppeldrehzahl durch verschiedene Federn verändert werden kann. Beim HPI Baja 5B SS kommt eine 8000er Tuning Kupplungsfeder zum Einsatz. Diese Federn verlieren mit der Zeit die Kraft oder brechen sogar, deshalb sollte man hin und wieder mal eine neue Verbauen.

Am Anfang hat die Kupplung recht gut gehalten, als ich dann den sandigen Untergrund für mich und meinen Baja entdeckt habe, änderte sich das drastisch. Plötzlich hielt eine Kupplung nur noch knapp 2-3 Tanks, dann war sie bis aufs Metall runter. Grund hierfür war natürlich der feine Sand, der wie ein Schleifmittel wirkt und vor allem der offene Kupplungsglockenhalter aus dem 5B SS Baukasten. Dies ist die größte Schwachstelle des Baja’s, und sollte möglichst von Anfang an durch einen geschlossenen Kupplungsglockenhalter aus Alu beseitigt werden. Ich habe mich damals für den ']nicht 100%ig geschlossenen Halter von Vertigo , wodurch sich allerdings der Kupplungsverbrauch nicht wirklich geändert hat, da der feine Sand leider jede Öffnung findet. Um dem Problem endlich Herr zu werden, entschied ich mich für die einstellbare Elcon 4-Backen Teflonkupplung , welche eine deutlich höhere Standzeit haben sollte. Und siehe da, seit dem hab ich Ruhe, die Teflonbeläge haben zwar mittlerweile ca. 1,5mm Belag verloren, aber eben bei einer Laufleistung von ca. 15l mit dem nicht 100%ig geschlossenem Vertigo Kupplungsglockenhalter. Einziger Nachteil der Elcon-Kupplung ist, dass man zum demontieren den Motor aus dem Baja ausbauen muss, da man nur so an den hinteren Teil der Kupplung kommt an der sich der Sechskant befindet mit dem man die Kupplung von der Kurbelwelle lösen kann. Die Alternative wäre hier die ebenfalls einstellbare ']Lauterbacher 4-Backen Teflonkupplung , welche sich deutlich leichter und vor allem bei eingebautem Motor demontieren lässt.
Oben hab ich ja erwähnt, dass sowohl die Elcon wie auch die Lauterbacher 4-Backen Teflonkupplung einstellbar sind. Man kann also bei beiden die Drehzahl einstellen bei der die Kupplung beginnt zu greifen. Mit Hilfe von 4 kleinen Madenschrauben kann man die Federn, 4 an der Zahl also eine pro Belag, vorspannen und somit bestimmen bei welcher Drehzahl die Kupplung greift. Die kleinen Madenschrauben sollten mit ein bisschen Schraubensicherungslack eingeklebt werden um zu verhindern das diese sich im Betrieb lösen und die Kupplung beschädigen. Beim Wechsel auf eine Teflonkupplung ist außerdem zu beachten, dass man entweder eine neue Kupplungsglocke verwendet oder die alte innen mit sehr feinem Schleifpapier bearbeitet um die Riefen zu beseitigen, diese Riefen können die neuen Teflonbeläge beschädigen.

Der nächste Punkt ist die Kupplungsglocke, in der die Fliehkraftkupplung greift. Die Kupplungsglocke welche im 5B SS Bausatz enthalten ist, eiert recht oft, was dadurch kommt das diese nicht komplett aus einem Teil gedreht, sondern ein Teil aufgeschweißt wurde. Eine nicht 100% rund laufende Kupplungsglocke kann zur folge haben das die Kupplung schneller verschleißt und möglicherweise werden auch die Kurbelwellenlager und Kupplungsglockenhalterlager beschädigt.
Meine Glocke aus dem Bausatz lief recht rund und ich konnte sie die erste Zeit Problemlos fahren. Erst bei dem Wechsel auf den Vertigo Kupplungsglockenhalter habe ich auch eine ']neue Glocke verbaut, ebenfalls aus dem Hause Vertigo.

Auf der Kupplungsglocke wird das kleine Antriebsritzel befestigt, beim 5B SS ist es ein Ritzel mit 17 Zähnen. Man muss unbedingt darauf achten, dass die Nut der Kupplungsglocke richtig in der Nut des Ritzels sitzt da sonst andere Bauteile in Mitleidenschaft gezogen werden können. Sehr oft wird berichtet das die Schraube mit der das Ritzel befestigt wird abreißt, bei mir ist das nicht einmal passiert in den ganzen ca. 40l, habe immer noch die erste Schraube verbaut. Auch hier sollte man ein klein wenig Schraubensicherungslack verwenden, damit sich die Schraube nicht lösen kann. Es gibt einen so genannten Ritzelkühler welcher in dem Ritzel verbaut wird, verbaut hab ich so einen Kühler nie da ich darin nicht wirklich einen Nutzen sehe.

Als nächstes ist das große Hauptzahnrad an der Reihe, welches 57 Zähne hat und aus Kunststoff ist. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich fahre auch nach ca. 40l immer noch das erste Hauptzahnrad und es weißt nur geringe Abnutzungserscheinungen auf. Entscheidend für die Haltbarkeit des Hauptzahnrades ist das Zahnradflankenspiel zwischen den beiden Ritzeln. Schon zu Nitro Zeiten hab ich das Spiel mit Hilfe eines Papierstreifens eingestellt, also hab ich das auch beim Baja von Anfang an so gemacht und ein Tutorial für euch geschrieben.

„Zahnradspiel des Hauptzahnrads einstellen!“

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Weiter in Teil 7.2 „Die Muskeln des Baja’s, der Antriebsstrang“
Möter25.07.2010 21:59
Damit man den Baja auch ab und zu mal zum stehen bekommt, hat er selbstverständlich auch eine Bremse. Es wurde hier im Forum schon sehr viel über die verschiedenen Bremssysteme diskutiert, wobei oft erwähnt wurde das das Stock Bremssystem nicht richtig arbeitet bzw. zu wenig Bremsleistung erzeugt. Über fehlende Bremsleistung konnte ich mich noch nie beschweren, was allerdings auch mit dem bei mir verwendeten Gas/Bremse Servo, welches 24kg Zugkraft erzielt, zusammenhängt. Der Verschleiß der original HPI Beläge hält sich auch nach ca. 40l absolut in Grenzen und ein Wechsel ist noch nicht notwendig.
Hin und wieder hatte ich das Problem das der feine Sand, in dem ich Hauptsächlich fahre, die Bremse verklemmt. Man kann sich hier aber sehr schnell und einfach behelfen, indem man die Öffnung über der Bremse mit Klebeband zuklebt. Seitdem die Öffnung dicht ist hatte ich keinerlei Probleme mehr mit der Bremse.
Kurze Zeit hab ich auch darüber nachgedacht eine Hydraulikbremse zu verbauen, was ich aber auf Grund der dadurch entstehenden zusätzlichen Fehlerquelle dann doch nicht gemacht habe.

Das größte Bauteil des Antriebsstranges ist ohne Zweifel die Getriebebox, welche auch eines der technisch interessantesten Bauteile des Baja’s. Die Box selber ist beim HPI Baja aus Kunststoff, hat bei mir nach den ca. 40l keinerlei Beschädigungen und muss somit auch nicht gewechselt werden.
Die Innereien der Getriebebox sind, 2 Metallzahnräder, einige Lager und natürlich das Differenzial. Verschleiß ist an den beiden Zahnrädern und deren Lager auch nach ca. 40l nicht zu erkennen, somit besteht auch keine Notwendigkeit etwas zu wechseln. Zu den Zahnrädern gibt es nicht viel mehr zu sagen, dafür aber zum Differenzial oder kurz Diff umso mehr.
Das Diff des HPI Baja’s ist wohl eins der robustesten und besten Diff’s im Großmodellbereich, zum Verschleiß nach oder während der ca. 40l komme ich gleich, erst noch ein paar generelle Informationen. Das im HPI Baja verbaute Diff ist durch Drehzahl und Drehmoment selbst sperrend. Durch die Viskosität(Zähflüssigkeit) des verwendeten Öles kann die Sperrwirkung verändert werden. Verwendet man also recht dünnflüssiges Öl ist die Sperrwirkung geringer als bei dickflüssigerem Öl. Ich fahre schon immer das originale 1000er Difföl von HPI und bin sehr zufrieden. Ein solches Diff mit Sperrwirkung durch Drehzahl und Drehmoment vereint alle Vorteile eines normalen Diff’s und einem 100% gesperrtem Diff ohne dessen Nachteile. Es sperrt wenn es sein muss, verteilt bzw. verbrennt die Kraft wenn es nötig ist, somit ist der Verschleiß am gesamten Antriebsstrang geringer als bei einem 100% gesperrtem Diff.
Ich musste bei meinem nach ungefähr 20l sämtliche Lager wechseln. Die großen Lager außen waren sehr schwergängig und die kleineren Lager innen waren eigentlich nicht mehr vorhanden, dass einzige was ich noch gefunden hab waren die äußeren Ringe der kleinen Lager. Außerdem war das Diff fast komplett trocken gelaufen und musste somit neu befüllt werden. Hierzu habe ich bis jetzt immer das Difföl benutzt was im Bausatz enthalten war und ich habe auch nicht vor das zu ändern. Was ich zu dieser Zeit noch nicht wusste war, dass die Dichtung zwischen den beiden Diffgehäusehälften aufquillt und nur einmal verbaut werden kann, eine Ersatzdichtung ist im Bausatz aber zum Glück dabei. An den Innereien vom Diff, sprich an den Kegelzahnrädern, den Washern, Pin’s usw. ist kein Verschleiß festzustellen und alle Teile können Problemlos weiter verwendet werden.

Die Radachsen, auch Cup’s genannt, leiten dann die Kraft vom Diff aus Richtung Rad weiter und unterliegen somit einer extremen Belastung was sich dann natürlich auch im Verschleiß niederschlägt. Zwischen den Cup’s am Diff und denen am Achsträger ist ein deutlicher Unterschied in Sachen Verschleiß festzustellen gewesen. Die Stock Cup’s die ich selbstverständlich am Anfang gefahren bin musste ich nach ca. 15l wechseln da sie extrem ausgeschlagen waren, wobei die inneren eben deutlich mehr beschädigt waren. Dann bin ich auf die Cup’s von FLM umgestiegen welche bis heute ihren Dienst verrichten.
Zwischen den beiden Cup’s sitzen die Antriebsknochen, welche die Kraft vom inneren zum äußern Cup übertragen. Die Stock Knochen hab ich zusammen mit den Ausgeschlagenen Stock Cup’s gewechselt, kaputt waren sie nicht deshalb wurden sie als Ersatz auf „Lager“ gelegt. Wie auch bei den Cup’s bin ich bei den Knochen auf die von FLM umgestiegen um den Kräften des Stärkeren Motors stand zu halten. An beiden Enden der Antriebsknochen sitzen die Pin’s, diese haben die ganze Kraft des Antriebes zu ertragen wodurch sie auch großem Verschleiß unterliegen. Die Pin’s musste ich bisher einmal komplett wechseln, auf Grund von Verschleiß, und einen musste ich ersetzen da er gebrochen war.

Im Bausatz sind Achsmanschetten enthalten, welche mit Fett gefüllt werden und so den Verschleiß an den Cup’s und Knochen mindern sollen. Leider hat sich herausgestellt das diese Achsmanschetten nicht lange halten, bei mir ca. 1 Tank, hab dann noch die von Darksoul ausprobiert, diese halten noch weniger aus und so bin ich dann die restlichen ca. 38l ohne gefahren. Es steht aber außer Frage das die Verwendung von Manschetten und Fett den Verschleiß an Cup’s, Knochen und Pin’s deutlich und entscheidend Verringert.

Die wohl beste Kombination aus Cup’s, Knochen, Pin’s, Manschetten und Fett ist derzeit wohl folgende:
Cup’s -> Stock HPI Cup’s Innen und Außen + /SubProducts/%22D1[20]%20ohne%22']DarkSoul Toobz
Knochen -> ']BLUR Antriebswellen oder PhatDad Crossover DogBones
Pin’s -> %20Pins%22']BLUR Ersatzpins
Manschetten -> ']Hemistrom HemiBoots
Fett -> Spezialfett oder ähnliches

Diese Kombination fahre ich derzeit auf meiner „Dirty Sister“ und mehrere Mitglieder des Forums auf ihren Baja’s. Sobald genug Erfahrungen gesammelt sind wird darüber ein kleiner Erfahrungsbericht erscheinen.

Generell ist der gesamte Antriebsstrang sehr robust und haltbar gebaut, bei richtiger Montage sollten keine großen Probleme auftauchen. Das aber einige Teile hier zu den Verschleißteilen zu zählen sind, ist eine regelmäßige Kontrolle unabdingbar. Oft kann auch durch gute Wartung ein größer Schaden vermieden werden.

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Möter25.07.2010 22:00
Um mit dem Baja auch ordentlich vom Fleck zu kommen sind die Reifen mit entscheidend. Beim HPI Baja sind die Reifen nicht wie bei vielen anderen Herstellern mit der Felge verklebt, sondern sie werden mit einem Felgenring auf der Felge verschraubt.

Die Reifen haben beim 5B und beim 5T unterschiedliche Größen:

5B vorne ->170 x 60
5B hinten ->170 x 80
5T vorne -> 190 x 60
5T hinten -> 190 x 70

Im 5B SS Bausatz sind HPI „DirtBuster“ Reifen enthalten, vorne die Version „Rip“ und hinten „Block“ . Zwischen Felge und Reifen muss eine so genannte Reifeneinlage verbaut werden, da sonst der Reifen nicht genug Stabilität hat um den harten Anforderungen zu widerstehen. Die hinteren Einlagen sind vorgeformt, die vorderen müssen vor der Montage noch verklebt werden.

Bei den originalen HPI Felgen gibt es verschiedene Ausführungen, die sich im Aufbau der Sechskantaufnahme unterscheiden. Die Aufnahme bei der ersten Version ist aus Kunststoff gefertigt und wird mit einem Metallring verstärkt der außen über die Aufnahme gesteckt wird. Diesen Ring sollte man verkleben, da dieser gerne mal verloren geht und die Aufnahme dann nicht mehr sehr stabil ist. Bei den anderen beiden Versionen ist die Aufnahme selber aus Metall und muss nicht mehr verstärkt werden, beide sind soweit gleich sehen nur leicht unterschiedlich aus. Ich habe die erste Version mit Metallring und hab bis jetzt in ca. 40l nur eine Felgenaufnahme Rund gedreht und das auch nur weil der Ring fehlte.

Die originalen Felgenringe halten recht gut, allerdings nicht ewig und ich musste sie tauschen da nach ca. 20l die inneren anfingen zu brechen und auszureißen. Ersetzt wurden sie durch Nylon-Felgenringe von Silverback , welche deutlich stabiler und steifer sind. Einen Schaden hatte ich bis heute nicht und kann somit diese Felgenring nur empfehlen.

Vorne fahre ich bis heute die original Bereifung. Die Felgen laufen nach nunmehr ca. 40l nicht mehr ganz Rund und die Einlagen sind vorne praktisch nicht mehr vorhanden. Hier besteht also dringend Handlungsbedarf.

Hinten bin ich anfangs ebenfalls die original Bereifung gefahren, allerdings stellte sich sehr schnell extremer Verschleiß an den „DirtBuster Block“ Reifen ein. Als das Profil fast komplett runter war hab ich für recht steinigen Untergrund die Hostile Knobby Extra Hart aufgezogen. Was soll ich sagen, diese Reifen sehen einfach nur brutal aus und haben auch recht guten Grip auf steinigem Boden. Solange man nicht oft auf Asphalt fährt halten sie auch sehr lange. Nach ca. 10l auf unterschiedlichem Untergrund ist noch gut die hälfte des Profil’s erhalten.
Ich hab ja weiter oben schon mal erwähnt, dass ich irgendwann den sandigen Untergrund für den Baja entdeckt habe, natürlich als ich das erste mal in SAD bei der OBAG war. Auf Sand hat man mit den Knobby’s nicht viel Grip, hier sind Sand Paddels angesagt, der Unterschied ist einfach phänomenal. Mit den Paddels schiebt der Baja nur so die Sandberge rauf das es die reinste Freude ist und es einem direkt wieder dieses Dauergrinsen ins Gesicht zaubert. Am besten fährt man so 10Min mit normalen Reifen die Sandberge rauf und runter, dann schraubt man schnell die Paddels drauf und genießt das was folgt, der helle Wahnsinn. Die Paddels haben wenn man nicht 100% im Sand fährt logischerweise einen hohen Verschleiß und da nicht überall in der Kiese nur Sand sondern auch Kies liegt habe ich schon 2 Sätze Paddels durch, der 3te Satz sieht noch ganz gut aus.
Vor kurzem bin ich dann mit meiner „Dirty Sister“ auch das erste mal die „Sand Buster Rip“ für vorne gefahren. Der Baja lässt sich damit im Sand wesentlich exakter und schneller Steuern als mit den Stock Reifen, also eine klare Empfehlung von mir wenn man sehr viel im Sand fährt.

Die Sand Paddels habe ich nicht auf die originalen HPI Felgen aufzogen, sondern auf die /SubProducts/%22P2[14]%20hi.%22']ProLine Desperado Felgen . Mir gefallen diese Felgen optisch besser und sie sind meiner Meinung nach auch besser bzw. stabiler Verarbeitet als die HPI Felgen. Der Sechskant ist zwar aus Kunststoff aber eben wesentlich stabiler aufgebaut. Wer also eine Alternative zu den Felgen von HPI sucht, macht mit den Desperado’s von ProLine nichts falsch.

Das die Reifen beim Baja unter die Verschleißteile fallen sollte uns allen bewusst sein, also alles kein Drama auch wenn man eine Felge bricht, ein Felgenring abreißt, eine Einlage rausgedrückt wird usw.. Welche Reifen ihr wo fahrt müsst ihr selbst entscheiden, ich kann euch nur raten wenn ihr viel bzw. ausschließlich im Sand fahrt, besorgt euch sowohl für hinten als auch für vorne die „Sand Buster“ Bereifung.

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Möter25.07.2010 22:01
Nun zum wohl meist Diskutiertem Bauteil am Baja, dass Resonanzrohr bzw. der Auspuff. Im 5B SS Bausatz ist die „SS-Tröte“ und die normale „Fischdose“ enthalten, wobei die „Fischdose“ eigentlich nur ein Schalldämpfer ist und die „SS-Tröte“ ein Resonanzrohr.

Ein Resonanzrohr ist die gängigste und einfachste Möglichkeit bei einem 2-Takt Motor eine Leistungssteigerung zu erzielen. Die Art und Weise wie ein Resonanzrohr funktioniert bzw. warum dadurch mehr Leistung generiert wird könnt ihr HIER auf Wikipedia nachlesen. Der Wirkungsgrad bzw. die Leistungsentfaltung ist also bei gleichem Resonanzrohr von Motor zu Motor unterschiedlich. Somit ist auch klar, dass nicht jedes Resonanzrohr auf jedem Motor optimal arbeitet, was ich selber schon zweimal erleben durfte.

Die „Fischdose“ hatte ich nie verbaut, da mir die Lautstärke egal ist und ich eben Leistung haben will. Da wird auch sehr häufig auf der „SS-Tröte“ rumgehackt, zu unrecht wie ich finde. Es ist sicher nicht das Leistungsstärkste Resonanzrohr, kurz Reso, auch nicht das angenehmste was den Klang und die Lautstärke angeht, aber so schlecht ist die Leistungsentfaltung nicht, ich hatte jedenfalls am Anfang sehr viel Spaß mit dem Teil.

Die „SS-Tröte“ ist aus sehr dünnem Material und somit auch sehr anfällig was verbiegen und Dellenbildung angeht. Den Auslass musste ich des Öfteren wieder aufbiegen, da durch einige Hecklandungen dieser immer wieder zugestopft wurde. Auch sonst waren schon einige Dellen und Schrammen drin, die nach ca. 15l Laufleistung und der Belastung durchaus im Rahmen liegen.

Als dann der Stock 26ccm Motor kaputt war habe ich mich hier im Forum schlau gemacht was für ein Reso für meine Zwecke, also das völlig sinnlose Kiesen-Bashen, das sinnvollste wäre. In diesem Fall kommt man nicht um das /SubProducts/%22D2[00]%20BK%22']„DDM Dominator HeckMount“ oder kurz „Heckdom“ herum, das wohl meist gefahrene Reso am HPI Baja. Das „Heckdom“ gibt es in zwei Versionen, V1 ist ein einteiliges und V2 ist ein zweiteiliges Reso. Der Vorteil liegt hier klar bei der V2 Version, da durch die Stelle an der es geteilt ist, so manche Schläge abgefangen werden und nicht direkt auf den Zylinder gehen. Ich entschied mich für das V2 Heckdom in Schwarz, was ich bis heute nicht bereue. Oft wird berichtet das es Probleme bei der Passgenauigkeit gibt, was aber immer nur in Verbindung mit der Chrome Version auftritt, meines passte perfekt.
Es gab nur Probleme das Reso an der Stelle dicht zu bekommen an der es geteilt ist, aber durch die Verwendung der richtigen Komponenten ist es dann doch recht schnell dicht geworden. Man sollte einen guten Silikonschlauch, eine nicht geschlitzte Schlauchschelle und hitzebeständige Dichtmasse verwenden. Der Silikonschlauch sollte nicht zu dünn sein, die Schlauchschelle sollte eben keine schlitze haben, da sonst durch die Vibrationen der Schlauch beschädigt wird, und die Dichtmasse hilft zusätzlich die Stelle abzudichten. So habe ich es bei mir gemacht und es ist seit ca. 20l dicht.

Das „Heckdom“ entwickelt im unteren Drehzahlbereich enorme Leistung und ist somit ideal um in der Kiese sämtliche Berge und Hügel zu erklimmen. Allerdings „schnürt“ es den Motor in den oberen Drehzahlen ziemlich zu und ist somit nicht geeignet wenn man auf eine hohe Endgeschwindigkeit aus ist. Auch ist es durch seine Bauform sehr gut geschützt und somit ebenfalls ideal zum Einsatz im harten Gelände.
Nach nunmehr ca. 25l hat das „Heckdom“ natürlich schon einige Gebrauchsspuren und es hat auch schon an vielen Stellen die schwarze Farbe verloren. Durch einen hinterlistigen Angriff von hinten habe ich leider auch eine relativ große Delle drin, die sich aber nicht negativ auf die Leistung auswirkt und somit einfach ignoriert werden kann. Ansonsten ist alles bestens und ich werde es sicher noch lange auf einem meiner Baja’s fahren.

Ein nicht unwichtiger Aspekt eines Reso’s ist die Lautstärke. Nicht bei jedem ist es egal ob einem schon fast die Ohren abfallen, da nicht der abgelegene Platz zum Fahren vorhanden ist. Sowohl das „Heckdom“ als auch die „SS-Tröte“ fallen dann durch, denn beide sind sehr laut, wobei der Klang des „Heckdom’s“ wesentlich angenehmer ist. Es gibt natürlich die Möglichkeit einen Schalldämpfer zu verbauen, was aber dann wieder auf Kosten der Leistung geht. Eines muss aber jedem klar sein, ohne Lärm wird es nicht gehen, außer man verzichtet auf viel Leistung und verbaut die „Fischdose“ mit zusätzlichem Schalldämpfer.

Die Frage die auch hier im Forum oft gestellt wird, „Welches Reso ist das Beste“, kann so nicht beantwortet werden da jeder andere Vorstellungen und Wünsche hat. Man sollte sich auf der Suche nach einem anderen oder neuem Reso, quer Beet durch das Forum lesen und auf Erfahrungen anderer zurückgreifen oder eben eigene Erfahrungen sammeln.

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Möter25.07.2010 22:02
Die Karosserie, kurz Karo, beim HPI Baja 5B besteht aus 4 Teilen und ist aus Lexan gefertigt. Die im 5B SS Bausatz enthaltene ist schon ausgeschnitten und muss nur noch lackiert und beklebt werden, wobei darauf zu achten ist das man diese Karo’s von innen lackiert. Außen ist eine Schutzfolie aufgeklebt die erst entfernt werden sollte wenn man mit dem lackieren fertig ist und vor hat Aufkleber auf der Karo zu verkleben.

Unterteilt ist die Karo wie oben schon geschrieben in 4 Teile, die Nase, den Hauptteil und die zwei unteren Karosseriehälften. Die Teile die am aller meisten Verschleißen sind die zwei unteren Karohälften, da sie permanentem Beschuss ausgesetzt sind. Man kann sie von innen mit Panzertape verstärken oder einen Unterbodenschutz verbauen wie ihn mein Bruder „Lord Helmchen“ und ich gebaut haben, „Alu Unterbodenschutz“, mit dem der Verschleiß an den Teilen deutlich reduziert wird.
Ein weiterer Punkt der sehr gerne, bei einigen auch sehr schnell, kaputt geht, ist der Teil der Karo um den Tankdeckel herum. Erstens greift der Sprit das Laxan an und macht es spröde und zweitens ist die Karo an der Stelle am dünnsten. Hier kann man ebenfalls Panzertape verwenden um die Karo stabiler zu machen und man sollte beim Tanken halt aufpassen das man nicht bei jedem Tankvorgang die Karo flutet.

Die Haltbarkeit der Karo scheint recht unterschiedlich zu sein, bei mir hat sie nach der Montage unseres Unterbodens so um die 20l gehalten bis sie da am Tank gerissen ist. Dieselbe Erfahrung hab ich mit der Karo von ProLine, der ']„Dessert Rat“ , gemacht, nach ca. 20l ist sie ebenfalls an der Stelle um den Tank gebrochen. Da mir aber Optisch die originale HPI Karo besser gefällt werde ich mir wieder eine solche holen und nicht mehr die von ProLine, beide sind von der Haltbarkeit nach meinen Erfahrungen gleich.

Da eine neue Karo ja nicht fertig ausgeschnitten geliefert wird hier noch ein kleiner Tipp wie man auch ohne Lexanschere ans Ziel kommt. Einfach die Karo mit einem scharfen Cuttermesser an den Stellen an denen normalerweise geschnitten wird von außen anritzen und dann einfach abbrechen. Hat bei mir super funktioniert und geht auch relativ schnell.
Als Farben kann ich die Lexan-Sprühfarben von Tamiya empfehlen, auf keinen Fall solltet ihr normalen Lack oder so verwenden da dieser zu spröde ist und sehr leicht bei Verformung abplatzt.

Es gibt auch einige Anbieter von Carbon-Karo’s, da ich davon selber aber nicht überzeugt bin, werde ich mich hierzu nicht näher äußern.

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Möter25.07.2010 22:02
Um auch bei Dämmerung oder gar bei Dunkelheit mit seinem kleinen fahren zu können, kann man in die vorgesehenen Halterungen Scheinwerfer einbauen. Es sind von Haus aus zwei Halterungen für die Montage vorgesehen, durch Tuningteile von verschiedenen Herstellern können aber noch weitere Scheinwerfer montiert werden.

Die Lampen selber gibt es ebenfalls von verschiedenen Herstellern, wobei die besten von einem Forumsmitglied gefertigt wurden, unserem Elektro-Genie ALIX.

Ich hatte teilweise 4 Scheinwerfer an meinem HPI Baja montiert, zwei an den Halterungen am Überrollbügel und zwei an der ']Halterung von Modified RC. Dazu muss ich aber sagen, dass die Scheinwerfer die an der Halterung von Modified RC montiert waren, nicht lange dort blieben da sie sehr ungeschützt sind und leicht abreißen. Aus diesem Grund kann ich diese Halterung auch nicht weiter empfehlen.

Grundsätzlich ist es schon Cool wenn man Scheinwerfer verbaut hat, sieht geil aus beim Fahren aber letztlich ist es nichts anderes als eine Spielerei. Damit bei mir nicht permanent die Scheinwerfer an waren hab ich einen zusätzlichen Schalter an der RC-Box angebracht und den Strom direkt vom Akku abgezweigt damit die Lampen nicht flackern.

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Möter25.07.2010 22:03
Nun hab ich schon so ausführlich über das technische in 1 Jahr HPI Baja geschrieben, da aber zu dem Hobby noch viel mehr gehört möchte ich auch über die restlichen Erfahrungen in diesem ersten Jahr berichten.

Ich bin immer wieder Überrascht was und vor allem wie viel der HPI Baja 5B aushält bzw. mitmacht. Auf vielen Videos von uns sind Einstellungen zu sehen bei denen es einem die Nackenhaare aufstellt, im Nachhinein stellt man aber immer wieder fest, dass der Baja keinen Schaden davongetragen hat.
Gerade wenn man bedenkt welchen Belastungen gerade die Aufhängung und der Antrieb ausgesetzt sind ist es enorm wie Widerstandsfähig manche Bauteile sind. Wenn dann doch mal was kaputt geht kommt man durch die gute Konstruktion sehr leicht an die Teile dran. Hier ist man klar im Vorteil wenn man den 5B SS Bausatz zusammengebaut hat, da man den Aufbau eben schon sehr gut kennt.
In Anbetracht der Literleistung in dem Jahr und dessen das ich den Baja wirklich nicht geschont habe, bin ich ganz zufrieden mit der Haltbarkeit, die Motoren mal ausgenommen.

Generell würde ich Vorschlangen das Modell am Anfang erstmal so zu fahren wie es vom Hersteller kommt, bis auf den Kupplungsglockenhalter den würde ich sofort tauschen. Man wird gerade durch Foren in einen „dasmußichauchunbedingtnochhabenzustand“ versetzt, aber gerade am Anfang ist es wichtig das Modell erst einmal kennen zu lernen. Erst dann sollte man sich über Tuning Gedanken machen und wird dann feststellen, dass man sich wahrscheinlich sehr viel unnützes Tuning gekauft hätte. Ich selber wollte am Anfang auch alles durch Alu ersetzen. Durch Treffen mit anderen Baja-Fahrern und durch meine eigenen Erfahrungen bin ich sehr schnell zu dem Entschluss gekommen das es nicht wirklich notwendig ist. Wenn man auf Alu-Optik steht ist das was anderes aber ich habe mich entschieden meine Baja’s so leicht wie möglich zu halten, aber dennoch Widerstandsfähig und da fällt gerade Alutuning aus.
Man sollte sich lieber damit befassen wie man den Baja für sich selber optimal tunen kann, denn jeder hat eben andere Vorstellungen von seinem Traumbaja. Also nicht anstecken lassen vom „dasmußichauchunbedingtnochhabenzustand“ Fieber auch wenn es zugegebenermaßen sehr schwierig ist, denn gerade als Neuling lässt man sich gerne verleiten.

Aber nicht nur der Baja hat mir in dem ersten Jahr sehr viel Spaß gebracht, sondern auch das was so ein Hobby mit sich bringt. Ich habe wirklich einige gute Freundschaften geschlossen, gerade hier im Forum und vor allem hat man Kontakt mit Leuten die genau den gleichen Dachschaden haben wie man selber. Die vielen Schrauberstunden, die unzähligen Treffen in SAD oder bei Malin in OVI möchte ich nicht mehr missen. Bei solchen Treffen kann man sich immer noch am besten über alles mögliche Austauschen, was teilweise im Forum so nicht möglich ist. Ich würde sogar so weit gehen das ich die wichtigsten Dinge nicht hier im Forum gelernt habe sondern fast ausschließlich auf Treffen.

Es muss einem aber auch bewusst sein wenn man sich ein Großmodell wie den HPI Baja zulegt, dass man eben auch sehr viel Schrauben muss, nur immer Fahren ist leider nicht. Eigentlich macht aber gerade das dieses Hobby aus, nur Fahren würde auf Dauer auch Langweilig werden und wenn ich daran denke wie viel Spaß wir auf den Treffen schon hatten auch ohne zu Fahren bekomme ich gleich wieder Lust aufs nächste Treffen.

Sehr wichtig ist wenn man so ein Hobby betreibt das man sich ein Forum sucht, in dem einem bei Problemen geholfen wird. Gerade hier haben wir alle großes Glück dieses Forum hier zu haben, es Hilft gerade am Anfang enorm mit dem Baja klarzukommen. Auch aus diesem Grund schreibe ich die Tutorials oder Erfahrungsberichte, eben weil ich weiß wie wichtig es am Anfang ist Unterstützung zu bekommen.

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen und ich konnte einigen Neulingen einen kleinen Einblick gewähren was einem in einem Jahr Baja so erwarten kann und worauf man sich einlässt. Bereut habe ich es bis heute nicht, nein ich habe mir sogar noch einen zweiten Baja, die "Dirty Sister", zugelegt.

Gruß Möter :king:

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