Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Merkwürdige Vergaser-Einstellung

kevdd23.09.2009 20:53
Bin heute das erste mal mit nem neuen Zenoah G260 gefahren. An dem ist eigentlich fast alles Serie, außer:

- Lauterbacher Isolator
- RN Filter (ist sauber)
- Einlass/Auslass poliert
- geschlossene Kurbelwelle
- Blur Kurbelwellenlager
- HRS Messinglager in den Kurbelwellen-Simmerringen

Gemisch fahre ich nach wie vor das Blendzall FK100 1:40.


Jetzt die eigentliche Frage: An sich habe ich keine Probleme den Vergaser einzustellen, auch jetzt nicht. Nur: Normal gehe ich auf die Walbro (668er) Werkseinstellung und mache das Gemisch dann magerer (low+high), bis der Motor gut läuft, aber noch nicht muckt. Dann wieder Stückchen zurück als Reserve. Klappt auch gut.


>>>

Aber: Jetzt wollte der Motor selbst auf Werkseinstellung nicht recht laufen. Anspringen alles kein Problem, aber Gas wollte er kaum annehmen. Die High Nadel ist das geringere Übel. Die ist auf Werkseinstellung + ca. 1/8 fetter (fetter! nicht magerer!) Die Low Nadel hab ich ca. 3/4 Umdrehungen fetter (!!!) als Serie!

<<<


Kann das normal sein?

Der Motor läuft jetzt ansonsten super. Zieht mächtig an, dreht sauber bis oben. Mit dem 19/55er Ritzel ist das Teil brachial schnell, ich finde schneller als mit dem Stock CY26. Temperatur mit Scheiben, Vergitterung etc. beträgt bei Maximallast ca. 110 Grad. Geht aber schnell wieder auf ca. 100 Grad zurück (Lüfterrad ist erleichtert, Schaufeln sind gekürzt, daher ggf. nicht volle Kühlleistung).

In Sachen Temperatur mache ich mir keine Sorgen. Mich wundert nur die etwas komisch, fette Vergasereinstellung. 8o

Bin für jeden Tipp dankbar!!! ;)
SCHUGGO23.09.2009 21:36
kevdd schrieb:Kann das normal sein?

Der Motor läuft jetzt ansonsten super. Zieht mächtig an, dreht sauber bis oben.


könnt am isolator liegen...

aber wenn er jetzt perfekt läuft sollte doch die vergasereinstellung wurscht sein... check mal nach ein paar litern das kerzenbild, und wenns schön rehbraun ist anhacken und kacheln :ugly:
NightStalk3r23.09.2009 21:37
Schmeiss erstmal das erleichterte Lüfterrad raus und diese komischen HRS Messinglager ;).

So, jetzt zum eigentlichen Problem:
Da du 1:40 fährst, hast du logischerweise eine andere Vergasereinstellung als mit 1:25.
Wieviele Tanks biste bis jetzt eingefahren ?
kevdd23.09.2009 21:40
Danke schonmal an euch zwei! Bin jetzt beim 3. Tank. Zum Anfang Einlaufen lassen. Richtig krachen lassen hab ich es noch nicht. Nur nach ausreichender Warmlaufphase ganz kurz, gleichmäßig nach oben gedreht, das aber auch erst beim 2/3. Tank.

Die 1:40er Suppe hatte ich vorher im CY auch schon, da war die Einstellung wesentlich magerer als Serie... !
NightStalk3r23.09.2009 21:44
Mhh, dann würde ich glatt tippen, zuviel Öl im Luftfilter.
kevdd23.09.2009 22:33
Mmh... Ist der gleiche Filter, der zuletzt auch auf dem alten Motor drauf war. Lief auf dem nur ganz kurz ist ist absolut sauber.

Könnte es sein, dass die Pulsationsbohrung durch die Isolator-Dichtung bisschen zu ist? Obwohl der Motor dann ja eigentlich von allein hochdrehen müßte. Eingebaut ist die richtig rum, aber nicht das die irgendwie verrutscht ist.
NightStalk3r24.09.2009 02:47
Verrutschen kann da wenig.
Trotzdem mal nachschauen, ein Kollege hat letzte Woche die Dichtungen mit Bindulin eingeschmiert, etwas zuviel und die Bohrung war fast zu.
DAnach ist der Motor bescheiden gelaufen.
kevdd24.09.2009 20:32
Mit Bindulin hab ich die Dichtungen auch behandelt. Hab heut nochmal geschaut, es ist alles frei. Der Motor läuft nach wie vor mit der relativ fetten Einstellung. Dafür aber richtig gut. Hängt super am Gas und die Charakteristik find ich super. Kerze schaut auch gut aus. Ich geh mal davon aus, dass das durch die Umbauten am Motor normal ist.

Hat eigentlich die Pulsationsbohrung in etwa die gleiche Funktion wie eine Resonanzkammer?!