Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Tuningteile selber erstellen

Mater18.01.2009 15:24
Ich werf hier mal eine Frage in die Runde:

Ich habe die Möglichkeit, mir Kunststoffteile oer Lasersintern herstellen zu lassen. Ich hab hier gerade Wikipedia mitverlinkt, für alle die dieses Verfahren nicht kennen.
Als erstes werde ich mir meine VA und HA aus diesem Material machen lassen. Es ist einfach um ein vielfaches leichter als Aluminium. Die Festigkeit muß ich aber erstmal testen.

Generell kommt daher mal meine Frage: Gäbe es Interesse an bestimmten Teilen? Es läßt sich im Grunde alles erstellen, jedoch lohnt es sich erst so richtig wenn mehrere etwas brauchen, sonst sind die Teile nicht gerade billig, da sie ja auch noch am PC erstellt werden müssen.
Man kann z.B. eine eigene Roofplate inkl. Kerzenschutz erstellen etc. (hier mal ein Link zu Dave von einer normalen Roofplate
SCHUGGO18.01.2009 15:29
na klar interesse, bin bei allem dabei was in deutschland gemacht werden kann und nicht in den staaten oder sonstwo teuer erstanden werden muss...
Streetfighter18.01.2009 15:32
Servus, also Interesse würde schon bestehen! Mache zwar meine Teile überwiegend selbst aber kann dies nur mit 2d Teilen machen(halt alles Handarbeit)! Ne Roofplatte wäre mal en Anfange würde ich sagen (zum testen eben) Aber wenn dann mit Luftlöchern we bei der Integy :D denn wenn schon denn schon ;)
jenzi18.01.2009 15:43
Klar besteht da Interesse wenn die Qualität und der Preis stimmt bin ich dabei.

Gruss jenzi :thumbup:
Malin18.01.2009 16:56
An der Sache mit der Dachplatte hätte ich auch Interesse.

Vielleicht auch an einem Startergehäuse das weniger Dreck durchlässt - wenn das geht
Wüstengimpel18.01.2009 17:01
Ich kenne dieses Verfahren, ebenso wie die Stereolithgrafie, nur aus dem Breich des Prototyping. Dabei entstehen aber m.W. Teile mit nur unzureichenden mechansichen Eigenschaften. Also nicht für die tatsächliche Belastungen geeignet, quasi nur Form-Modelle.

Stereo-Litografie-Teile habe ich hier, sind pöros und innen hohl (bzw. mit Wabenstruktur, da das Ausfüllem mit Material viel zu teuer (zeitaufwendig) wäre.

Bei der Stereolithgrafie wird in einem flüssigen (Harz-) Bad Schicht für Schicht "gebacken", beim Lasersintern aus einem Pulver. Denke aber, das die mechanischen Eigenschaften nicht wesentlich besser sind und damit nichts für den Baja. Außerdem ist das Verfahren (sau-) teuer. Dabei spielt übrigens die Stückzahl (ausnahmsweise) mal nicht die entscheidende Rolle. Zwar schlägt das CAD-Modell einmal zu Buche, aber es gibt quasi keine Rüstkosten. Das Verfahren geht recht langsam (zumindest STL), daher die hohen Kosten. Die Maximalkoordinaten sind bei den güstigeren Maschinen außerdem sehr klein.
Onkel Anton18.01.2009 17:11
Bahnhof......!?!....... ?(
Streetfighter18.01.2009 17:24
:huh:
NightStalk3r18.01.2009 17:26
Lasersintern geht leider nicht wirklich, obwohl man schöne Sachen mit machen kann. Sind zwar hart, aber sehr spröde.

Wir bekommen ab und zu mal so Modelle von Druckgussteilen. Wenn man da nicht aufpasst, fehlt ein Eck :D
Wüstengimpel18.01.2009 17:34
Onkel Anton schrieb:Bahnhof......!?!....... ?(
Magst was wissen oder war das "nur so"? 8) Wenn ja frag mich, zum Fragen bin ich da :D
Streetfighter18.01.2009 17:46
Also hat sich das dann wohl erledigt?!
Tigermax18.01.2009 18:02
Schade, hätte sich so gut angehört. ;( ;(
Onkel Anton18.01.2009 18:25
Wüstengimpel schrieb:
Onkel Anton schrieb:Bahnhof......!?!....... ?(
Magst was wissen oder war das "nur so"? 8) Wenn ja frag mich, zum Fragen bin ich da :D
Wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich nur Bahnhof versteh....
Mater18.01.2009 21:26
Mein Bruder baut hierfür schon seit Jahren Teile für AMG, Porsche, Mercedes, FG etc.
Es gibt hier so große Unterschiede, das wußte ich selber nicht. Es kommt z.B. auf das Pulver an und in welcher Stärke das Ganze gemacht wird. Ich bin daher auf den Selbstversuch gespannt.

Und auch hier macht die Stükzahl den Preis! Ganz einfach: Ein Modell muß erstmal am PC erstellt werden. Ich müßte eigentlich für meine VA und HA ca. 200,- € zahlen. Die Kosten für diese Kosntruktion muß einmal getragen werden, oder auf viele Schultern verteilt.

Das SLS Verfahren wird auch sehr häufig als Basis verwendet, um z.B. mit CFK oder GFK laminiert zu werden.

Ich werde mal ein paar Teile für mich machen lassen.

Aber Wüstengimpel, da du ja in der Branche tätig bist: Vielleicht kommen CAD-Kosntruktionen ja in Zukunft von dir?? :D :love: :thumbsup:
Wüstengimpel18.01.2009 23:44
Mater schrieb:
Und auch hier macht die Stükzahl den Preis! Ganz einfach: Ein Modell muß erstmal am PC erstellt werden. Ich müßte eigentlich für meine VA und HA ca. 200,- € zahlen. Die Kosten für diese Kosntruktion muß einmal getragen werden, oder auf viele Schultern verteilt.

Konstruktionskosten gehören nicht zu den Fertigungskosten (Kosten pro Teil). Außerdem sind die Konstruktionsdaten in jeden Fall notwendig, egal welches Fertigungsverfahren angewandt wird. Vor diesem Hintergrund kann ich Dir das aber gerne erläutern und meine Ausage "Dabei spielt übrigens die Stückzahl (ausnahmsweise) mal nicht die entscheidende Rolle" präzisieren.

Wer heute im industriellen Umfeld konstruiert arbeitet mit einem CAD-System, vorzugsweise einem 3-D CAD. Das dabei entstehende Volumenmodell kann als STL-File abgespeichert werden. Die Umwandlung in den STL-Fertigungs-Datensatz erfolgt dann programmgestützt per "Mausklick". Das wird in der Praxis auch so gehandhabt. Das ist nix anderes als der praktizierte CAD-CAM Verbund.
Tatsächlich wird das auch in der NC-Fertigung angewandt, aus der betrieblichen Praxis kann ich aber sagen, dass keiner unserer Lieferanten mit CAD-CAM arbeitet, die NC-Programme werden ausnahmslos "händisch" geschrieben. Diese Porgrammierzeiten gehören nun aber zu den Stückkosten, ebenso wie die Rüstkosten der Maschine. Beides entfällt aber bei der STL.
Das heißt, die Teilekosten bei STL sind weitestgehend durch die reine Maschinenlaufzeit begründet, während bei der konventionellen Fertigung die Programmier- und Rüstkosten auf die Anzahl der Teile umgelegt werden.

Also, STL-Teil kostet 450€ + 50€ einmalig für die Konvertierung. Jedes weitere Teil kostet ebenfalls 450€. (Das war ein reales Teil das ich vor 3 Jahren habe machen lassen). Bei 1 Stück 500€/Stk., bei 2 Stück 475€/Stk., 5 Stück 460€/Stück. (Grenzlinie 450€/Stk.)

Konventionell: 4 Stunden NC-Programmierung, 1 Stunde Rüstzeit, 1 Stunde Maschinenlaufzeit, macht bei 1 Stück 600€/Stk., bei 2 Stück 350€/Stk. (500/2 + 100), bei 5 Stück 200€/Stk. (500/5+100) usw. (Grenzlinie 100€/Stk.)

Ich denke das Beispiel belegt den Unterschied ganz gut. Selbst wenn Du jetzt die Konstruktionskosten dazunimmst, das kommt (egal bei welchem Verfahren) on top.

Das die Stückzahl den Preis bestimmt ist natürlich richtig, aber nicht bezogen auf das Fertigungsverfahren und das war meine Aussage. 8o



Ich kenne Lasersinterteile auch nur in der "brüchigen" Variante, aber klar, da gibt es sicherlich verschiedene Verfahren und Materialien, so gesehen bin ich gespannt auf Deinen Bericht.

"Aber Wüstengimpel, da du ja in der Branche tätig bist..." Wie kommst Du auf das schmale Brett? Mach isch konkret in Im und Export, alder! 8) :D
(Man soll nie sagen was man kann, sonst wollen es alle von einem)