Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Erfahrungen mit Photovoltaikanlagen gesucht

partfinder16.10.2013 16:39
Hallo Leute,

ich spiele mit dem Gedanken mir eine PV Anlage aufs Dach zu schnallen, da es ja noch dieses Jahr ca. 14 cent pro eingespeistes KW gibt. Südost Dach mit 42 Grad Neigung und Platz für ca. 30 qm Fläche auf dem Eigenheim ist vorhanden. Ich habe mir für nächste Woche schonmal zwei Verkäufer ins Haus bestellt zur erstellung eines Angebots.

Es machen ja viele und es gibt auch viel dazu im Netz zu lesen. ABER gibt es unter den Baja Fahrern vielleicht einen Profi, der dazu einige Tipps hat oder generell ehrlich sagen kann ob es sich wirklich lohnt und man damit auf 20 Jahre gesehen Geld verdienen kann oder eben nicht. 20 Jahre deshalb, da soweit die Leistungsgarantie der Hersteller geht, bzw. nach 20 Jahren garantieren die noch 80 % der Ursprungsleistung.

Grüße
partfinder
Malin16.10.2013 17:07
Ich hab mir vor paar Wochen auch ein Angebot für eine Dachverpachtung machen lassen.
Der Nachteil dabei ist das man denen immer Zugang zu seinem Dach und somit auch zum Haus selber gewähren muß.
Dafür wird sogar eine entsprechende Klausel ins Grundbuch eingetragen.

Der Vorteil ist du hast sonst keinen Streß mit dem Zeug, bekommst Pacht und billigeren Strom.
oxo16.10.2013 17:17
Ich hab das letztes Jahr mal für eine mittelständische Firma gerechnet.

1. Such dir im Netz die durchschnittlichen Sonnenstunden pro Jahr in deinem Ort. Die Referenz im Angebot ist meistens völlig daneben.
2. Lass dir ganz genau belegen was für Panels das sind, der Wirkungsgrad und das Verhältnis Kapazität/Zeit pendelt sehr stark und die Hersteller sind nicht immer ehrlich.
3. Überleg dir ob du einspeisen oder selber nutzen willst, wenn selber nutzen, dann kalkuliere gute Akkumulatoren mit ein.
4. Nimm als Armortisationszeit max. 15 Jahre an, da die aktuellen Panels in den letzten 5-7 Jahren nicht mehr die Hälfte der Kapazität bringe, darum muss die Anlage vorher "bezahlt" sein.
5. Bei deiner Fläche wäre Eigenverbrauch sinnvoll aber das kann ich gern mal für dich rechnen, wenn du alle Angebote hast.

...hab gesehen, bist Architekt. Also kannst du das sicher selber rechnen. :thumbsup:
atomlc16.10.2013 17:22
ich bin auch in der Planung.
Ich werde aber alles selbst aufbauen und erst mal mit einer Inselanlage anfangen mit 1500W Leistung, die ich dann nach und nach erweitern werde so wie dann wieder Geld dafür da ist.
( bin absolut kein Fan von Krediten :thumbdown: )
Die Zellen sind ja recht preiswert und der Rest ist eig sehr einfach zu bewerkstelligen. Man sollte nur schauen, welche Zellen man nimmt. Es gibt jetzt schon welche, bei denen das Tageslicht schon ausreicht.
Als Pufferspeicher werden mehrere Autobatterien verwendet.
Das ganze wird nur für den Eigenbedarf aufgebaut, ohne Einspeisung, also völlig autark. :)
Malin16.10.2013 17:27
atomlc schrieb:ich bin auch in der Planung.
Ich werde aber alles selbst aufbauen und erst mal mit einer Inselanlage anfangen mit 1500W Leistung, die ich dann nach und nach erweitern werde so wie dann wieder Geld dafür da ist.
( bin absolut kein Fan von Krediten )
Die Zellen sind ja recht preiswert und der Rest ist eig sehr einfach zu bewerkstelligen. Man sollte nur schauen, welche Zellen man nimmt. Es gibt jetzt schon welche, bei denen das Tageslicht schon ausreicht.
Als Pufferspeicher werden mehrere Autobatterien verwendet.
Das ganze wird nur für den Eigenbedarf aufgebaut, ohne Einspeisung, also völlig autark.

das ist mal ein Projekt - Respekt :thumbup:
wird sicherlich gut Arbeit kosten aber sehr interessant

Hab auch schonmal über sowas nachgedacht aber dann wieder verworfen - bin ja nur Koch :blush:

Halte uns bitte auf dem laufendem!
Vielleicht mit paar Bildern vom Aufbau :)
oxo16.10.2013 17:38
atomlc schrieb:ich bin auch in der Planung.
Ich werde aber alles selbst aufbauen und erst mal mit einer Inselanlage anfangen mit 1500W Leistung, die ich dann nach und nach erweitern werde so wie dann wieder Geld dafür da ist.
( bin absolut kein Fan von Krediten :thumbdown: )
Die Zellen sind ja recht preiswert und der Rest ist eig sehr einfach zu bewerkstelligen. Man sollte nur schauen, welche Zellen man nimmt. Es gibt jetzt schon welche, bei denen das Tageslicht schon ausreicht.
Als Pufferspeicher werden mehrere Autobatterien verwendet.
Das ganze wird nur für den Eigenbedarf aufgebaut, ohne Einspeisung, also völlig autark. :)

So hast du zumindest deine Beleutung im und ums Haus von oben :thumbup:
Terran16.10.2013 20:07
Hey leute bin leider nicht so wirklich in dem thema drin bekomm aber am rande immer bissl was mit. Mei Dad hat zuerst das dach vollgepflastert (natürlich nur sonnenseitig) und weils ihm nicht gereicht hat hat er noch nen ganzen Photovoltaik Park gebaut (Millionen Projekt). Mir stellt sich die frage warum für den Eigenbedarf? Strom zu kaufen ist "relativ" billig im vergleich zu dem was man fürn strom verkauf bekommt. Von daher ist es doch auf jeden fall rentabler den strom zu verkaufen und den eigenbedarf durchs normale stromnetz zu decken? Jemand der bissl ahnung hat kann sich sicher auch eine lösung mit den akkumulatoren einfallen lassen (für den fall von nem stromausfall) anlage herunterfahren, starkstromschalter umlegen und haus mitm eigenen strom versorgen (wenn man wirklich dringend darauf angewießen ist. Unser Potovoltaikpark ist auf 15 Jahre zum abzahlen angesetzt, 5 jahre läuft er schon und hat bisher immer überschuss im vergleich zu den kalkulationen gebracht. Mit dem ausbau der Photovoltaikanlage musst aufpassen bei uns gings aufm dach irgendwann nimmer weiter ausbauen weil es das stromnetz wohl nicht verkraftet hätte (zu schwache leitungen) währe ja ärgerlich wenn die arbeit um sonst währ.

P.s. Gerade in der Anfangszeit nach der inbetriebnahme immer ein auge auf die module haben durch die Temperaturschwankungen ist es normal dass hier diverse glasbrüche entstehen, ein defektes modul zieht die produktion der anderen module welche mit in reihe geschalten sind runter. Haben uns hierfür (gerade fürn solarpark) messstationen gebaut welche uns bei unregelmäsigkeiten benachrichtigen, zusätzlich haben wir uns noch ne mobile messstation gebaut mit welcher man jedes modul ausmessen kann (teils liefern sie ohne sichtbaren grund nur einen bruchteil der leistung die sie haben sollten auch reklamationsgrund, muss aber nachgewießen werden). Jetzt nach den fünf jahren solarpark ist es sehr selten dass noch ein glasbruch stattfindet, in der anfangszeit haben wir rund 80 module tauschen müssen aufgrund von glasbruch. Solltest du irgendwelche tiefergehende fragen haben könnte ich meinen dad mal fragen der ist auf dem themarichtig fit^^
Stefan0116.10.2013 20:22
Ich weiss nicht grad viel über Photovoltaikanlagen...
Aber ich nehme an, du hasst dich schon vorher informiert, bzw du weisst das du dir so ne Anlage aufs Dach bauen darfs?

Ich wohn in nem kleinen Dorf (aufm "Land") und hier wollte auch schon so mancher eine Anlage aufs Dach bauen.
Ich weiss von einem, der seine fast fertig montierte Anlage wieder vom Dach nehmen musste, sowie von mehreren die nicht bauen durften da das Gebäude unter Denkmalschutz steht...

Einfach mal durchn Kopf gehen lassen und evtl vorher informieren. ;)

p.s.: Ich selber habe Warmwasserkollektoren aufm Dach, das durfte ich auch nur weil es nicht von der Straße aus sichtbar ist... :ugly:
partfinder16.10.2013 20:43
So ich habe vorab ein Angebot per Mail bekommen:

25 Stk. Module je 255 Watt Trina TSM PC05A Honey mit Herstellergarantie wie folgt:

Linearer Leistungsabfall von 97,5% im 1. Jahr auf 80,7% im 25. Jahr Wirkungsgrad 16,2%

hört sich für mich schon sehr unglaubwürdig an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es überhaupt Zellen gibt, die nach 20 oder 25 Jahren noch über 80% der Ausgangsleistung haben.

Die nächste Frage die sich mir da stellt, was passiert, wenn der Hersteller insolvent geht - richtig, ich kann mir meine Garantie in die Haare schmieren.

Oxo ich kann mir das schon ausrechnen. Die Frage für mich ist, wie praxisnah ist das ganze?

Gibt es Zellen die ihren Wirkungsgrad noch in mind. 10 Jahren bei ca. 80% haben. Und wenn ja, sind diese bezahlbar?

Die Herstellergarantie nutzt mir wenig, wenn der Hersteller nicht Siemens, AEG oder BP ist.
partfinder16.10.2013 20:52
@Stefan01 Danke für den Tip, aber damit kenne ich mich Berufswegen etwas aus ;)

Ich wohne in keinem denkmalgeschützten Gebäude. Aber nur mal so als Tip für alle: Wer neu baut, der kann mit alternativen Energieträgern seine EnEV Berechnung verbessern bzw. kann schlechte mit guten Komponeten der Haustechnik verrechnen. Am besten, leider am teuersten, ist natürlich nur gute Komponeten einzubauen.
atomlc16.10.2013 21:01
Malin schrieb:
atomlc schrieb:ich bin auch in der Planung.
Ich werde aber alles selbst aufbauen und erst mal mit einer Inselanlage anfangen mit 1500W Leistung, die ich dann nach und nach erweitern werde so wie dann wieder Geld dafür da ist.
( bin absolut kein Fan von Krediten )
Die Zellen sind ja recht preiswert und der Rest ist eig sehr einfach zu bewerkstelligen. Man sollte nur schauen, welche Zellen man nimmt. Es gibt jetzt schon welche, bei denen das Tageslicht schon ausreicht.
Als Pufferspeicher werden mehrere Autobatterien verwendet.
Das ganze wird nur für den Eigenbedarf aufgebaut, ohne Einspeisung, also völlig autark.

das ist mal ein Projekt - Respekt :thumbup:
wird sicherlich gut Arbeit kosten aber sehr interessant

Hab auch schonmal über sowas nachgedacht aber dann wieder verworfen - bin ja nur Koch :blush:

Halte uns bitte auf dem laufendem!
Vielleicht mit paar Bildern vom Aufbau :)


Nächstes Jahr will ich damit anfangen, denn ich habe erst einen Brunnen Bohren lassen.
Jetzt hab ich erst mal astreines Wasser aus 11m Tiefe, was man auch bedenklos trinken kann :) und ein großes Gewächshaus aufgebaut.
Als Basis für den Solarstrom hab ich mir sowas in der Art ausgesucht:
http://www.ebay.de/itm/390601095362?_trksid=p2055119.m1438.l2649&ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT
Da wird erst mal die Beleuchtung umgestellt, später dann Koiteich usw. Immer schön Stück für Stück nach oben arbeiten :)
Fläche hab ich genug. Doppelgaragendach Südausrichtung ohne Bäume davor, 40m² Da kommt erst mal die erste Anlage drauf.
Mein Dach vom Haus ist auch ein Flachdach mit Südausrichtung ohne Bäume davor mit 50 m². Da hab ich genug Fläche optimal ausgerichtet.
Ich will irgendwann völlig autark meine Stromversorgung und Wasser haben.
Bin ein kleiner Prepper und auf schwierige Zeiten schon sehr gut vorbereitet :thumbup:
Wer weiß was in der Zukunft passiert in der heutigen Zeit, wenn alles den bach runter geht.
oxo16.10.2013 21:45
partfinder schrieb:So ich habe vorab ein Angebot per Mail bekommen:

25 Stk. Module je 255 Watt Trina TSM PC05A Honey mit Herstellergarantie wie folgt:

Linearer Leistungsabfall von 97,5% im 1. Jahr auf 80,7% im 25. Jahr Wirkungsgrad 16,2%

hört sich für mich schon sehr unglaubwürdig an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es überhaupt Zellen gibt, die nach 20 oder 25 Jahren noch über 80% der Ausgangsleistung haben.

Die nächste Frage die sich mir da stellt, was passiert, wenn der Hersteller insolvent geht - richtig, ich kann mir meine Garantie in die Haare schmieren.

Oxo ich kann mir das schon ausrechnen. Die Frage für mich ist, wie praxisnah ist das ganze?

Gibt es Zellen die ihren Wirkungsgrad noch in mind. 10 Jahren bei ca. 80% haben. Und wenn ja, sind diese bezahlbar?

Die Herstellergarantie nutzt mir wenig, wenn der Hersteller nicht Siemens, AEG oder BP ist.
Daher solltest du genau wissen was für Panels angeboten werden. Je nach Typ und Korpus haben sie verschiedene Halbwertzeiten und reale Wirkungsgrade. Die Rechnungen der Verkäufer kannst du nicht für eine Entscheidung nutzen. Such dir jemanden der schon lange am Markt ist und dann gibts auch Erfahrungswerte zu den Panels. Es ist viel Schrott auf dem Markt.
partfinder17.10.2013 09:18
die Entwicklung geht auf dem PV Markt leider ähnlich schnell wie im PC Bereich. Ich habe Kunden vor 10 Jahren schon PV Anlagen aufs Dach gebaut, die hatten noch 60 Watt Leistung. Auf der gleichen Fläche kann man heute 250Watt und mehr erreichen. Leider lassen sich mit meinen rudimentären Elektriker Kenntnissen keine Vergleiche anstellen, wie sich die Leistung der alten Zellen verändert hat im Laufe der Zeit. Es gibt einfach zuviele Faktoren. Das Wetter ist von Jahr zu Jahr anders, mansche Zellen trüben sich etwas ein, unterschiedliche Wechselrichter usw.

Erfahrungswerte sind selbst für Elektriker mit denen ich zusammenarbeite schwer. Selbst große Hersteller wie Schüco schummeln mit den Wirkungsgraden, das sich die Balken biegen. Der Druck von den günstigeren Chinesen macht es da auch nicht einfacher.
oxo17.10.2013 10:17
Eine Punktlandung kannst du bei den unsauberen Basisdaten eh vergessen. Natürlich spielt das Wetter ein sehr große Rolle, darum muss man schon eine Dekade als Betrachtungszeitraum nehmen, um einen belastbaren Schnitt zu erhalten. Die 250W je Panel sind wahrscheinlich Laborwerte :) Ich würde bei der Betrachtung etwa 1,5-2% Verlust der Ausgangsleistung pro Jahr annehmen. Zu Anfang wird es weniger sein aber nach 15 Jahren eher mehr.
gutti-g17.10.2013 18:51
habe ne inselanlage im wowa.

solarfeld auf dem dach, laderegler und 150ah agm batterien und nen 1500w wechselrichter. reicht übers wochenende mit ein wenig wasserkochen und licht