Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Home Made Wasser Transfer Druck,...!

Thordde06.02.2013 20:28
Heute mal ein kleines How To Do für den Heimischen Hobby Wassertransferdruck,...

Alle Komponenten habe ich als Starter Set bei www.wt-direkt.de bestellt.

Was brauche ich,...???

Einen Behälter für Wasser mit ausreichend Tiefe
Thermometer
Handschuhe
kleines Teesieb
Grundierung oder Primer klar
Aktivator
Schere
Klebeband
und natürlich die Folie...

Eigentlich kann so zeimlich jedes Material mit diesem Verfahren veredelt werden, sogar die eigenen Finger wenn man ohne Handschuhe arbeitet.

Ich möchte dies hier Schritt für Schritt zeigen anhand eines Alu Querlenkers für den Baja.
Der Querlenker wurde Grundiert, anschliessend mit weissem Lack lackiert und nach der Trockenzeit kam eine Schicht klarer Primer drauf.
Dieser erhöht die Haftung der Folie auf dem zu beziehenden Teil.

So sieht das dann aus:



Anschliessend sollte man sich folgendes zurecht legen:



Nun bereite ich den Wasserbehälter, in meinem Fall eine einfache klare Kunststoffbox vor.

Das Wasser sollte beim Tauchvorgang ca. 27 bis 28 Grad haben.
Überprüft wird das mit einem kleinen Digitalen Thermometer.



Wichtig ist, das die Wassertiefe ausreichend ist um mit dem Teil komplett unter tauchen zu können.



Nun wird die Folie vorbereitet:

Die Folie muss mit einer bestimmten Seite auf das Wasser gelegt werden. Da ich keine Begrenzerschienen benutze um ein Sinnloses hin und hertreiben der Folie auf der Wasseroberfläche zu vermeiden, habe ich mich für Klebeband entschieden.

Man mag es kaum glauben, aber es hält die Folie stramm, liegt sauber auf dem Wasser auf und sorgt dafür das man gleichmäßig eintauchen kann.

Also Folie auf dem sauberen Tisch auslegen, und einen Rahmen mit Klebeband ziehen.
Man sollte immer darauf achten alles Fettfrei zu halten, denn da wo Fett oder ähnliches ist, auf Folie, Tisch, Fingern und dem zu beziehenden Teil wird nichts haften.

Das sieht dann vorbereitet so aus:



Nun wird die Folie auf das Wasser gelegt, dies möglichst gleichmäßig und so das keine Luftblasen entstehen zwischen Wasseroberfläche und Folie.
Auf dem nächsten Bild sieht man das ich die Folie durchhängen lasse, dies vermeidet beim Auflegen die Blasenbildung. Sollten sich doch kleine Blasen einschleichen, so kann man sie mit dem Mund vorsichtig an den Rand pusten.



So liegt die Folie samt Klebeband dann auf dem Wasser, nach 60 Sekunden gehts dann los:



Der Aktivator wird auf die Folie aufgesprüht, am Besten mit gut 30cm Abstand eine Dünne Schicht auf die Folie blasen.
Man sieht sofort das der Film der Folie verschwindet und es sieht aus als würden die Totenköpfe auf dem Wasser schwimmen.

Hier leider nicht allzu gut zu erkennen.



Nun kommt das eintauchen, da hat jeder bestimmt seine eigene Technik. Es ist wichtig gleichmäßig und langsam einzutauchen damit sich die Folie um das Teil wickeln kann. An einigen Stellen kann sie auch auseinander reissen beim Eintauchen. Man hat nur eine Bewegung, ein korrigieren während dem Eintauchen durch rauf und runter ist nicht möglich.



Ist der Tauchvorgang abgeschlossen werden überschüssige Folienreste einfach durch Schütteln des teils unter Wasser abgelöst.



Somit kann man wieder auftauchen mit dem bezogenen Teil.

Jetzt sollte s schnell zu einem Wasserhahn gehen.
Am besten mit Brausefunktion.
Mit handwarmen Wasser das Teil gut abspülen. Man merkt einen glitschigen Film der auf dem bezogenen Teil haftet. Diesen vorsichtig mit den Fingern abspülen und durch leichtes Reiben entfernen. Keine Angst, die Folie geht jetzt schon nicht mehr ab wenn ihr alles richtig gemacht habt.

Das wars dann, und es sollte oder könnte so aussehen:



Gut trocknen lassen und das ganze mit Klarlack versiegeln,... fertig!

Ach ja, das Teesieb!

Nach dem Tauchvorgang sieht es im Tauchbecken so aus:



Wenn man mehrere Teile hinter ein ander Foliert, müssen die Reste natürlich aus dem Wasser entfernt werden.
Dafür verwende ich das Teesieb. So kann ich die kleineren Fetzen aus dem Wasser filtern und habe für den nächsten Tauchgang keine störenden Reste mit drin.

Ich hoffe das hat ein paar Fragen geklärt, es mag gut sein das viele das anders machen, so hab ich es gemacht und vielleicht regt es Euch ja an das ganze mal auszutesten.

Thorsten
leute06.02.2013 20:39
Sehr schönes Tut. Kannst du noch Angaben zu den verwendeten Grundierung, lack und Prkmer geben.
Hersteller , Typ etc.

Und hast du zeitliche Angaben zwischen den einzelnen Schritten von Grundierung - Lack - Primer ?
Thordde06.02.2013 20:49
Na klar,...

Grundierung und Lack sind aus dem Baumarktregal, da wo es die Lackdosen für den Autozubehör gibt. Auto-K ist glaube ich der Hersteller

Primer und Aktivator sind von www.wt-direkt.de

Zwischen Grundierung und Lack habe ich 30 Minuten, da die Grundierung sehr schnell trocknet.

Nach dem Lackieren lasse ich die Teile 1 Tag hängen.

Dann kommt der Primer drauf, nach 1 Stunde kann man dann folieren.

Beim Folieren habe ich das beschrieben, die Folie sollte 60 Sekunden auf dem Wasser liegen bevor man den Aktivator aufsprüht.
Dann so schnell wie möglich, am besten sofort den Tauchvorgang starten.

Nach dem abspülen lasse ich die Teile wieder einen Tag hängen zum trocknen, dann kommt die versiegelung mit Klarlack aus der Dose.

Thorsten
leute06.02.2013 20:58
Danke, dann reichts wohl wenn ich den Primer , Aktivator und die Folie dort bestelle. Und dann schau ich mal obs bei Toom den Auto-k Lack gibt.
Bios06.02.2013 21:06
Kam heute auch bei Galileo. Allerdings in größerer Ausführung
green7506.02.2013 22:35
wie sieht es aus mit "negativen" formen z.b. ne karo von innen folieren geht das auch bzw gibt es etwas besonderes zu beachten

P.S. sehr cooler beitrag Thorsten
leute06.02.2013 22:52
Soviel ich weiss ist es möglich die Karo innnen zu folieren, dacht ich hätt mal nen Beitrag im Amiforum darüber gelesen
Thordde06.02.2013 22:58
Also ich weis nicht.

Wo soll denn die Luft hin entweichen bei eintauchen einer Karo.
Von aussen kann ich mir das ja noch vorstellen, aber wie soll denn die Folie sich nur an die Innenseite legen können.

Im Ami Forum macht da viel der Pitdawg Pit, er präsendtiert immer wieder auch ganze Bodys. Aber die sind sicher von aussen gemacht.
Ab einer bestimmten Tiefe sucht sich die entstehende Luftblase ja den weg nach oben, und dann ist es schon Geschichte.

Auf die vorstllung komm ich nich so klar,... ?(

Thorsten
Thordde06.02.2013 23:01
...ich könnte mal versuchen die Abdeckung vom HZ von Innen zu folieren,...das würde mich interessieren.
Und da ist ja das gleiche Problem.

hmmm,...

Thorsten
green7506.02.2013 23:04
evtl. 2 oder 3 löcher an bestimmten stellen das die luft entweichen kann
leute06.02.2013 23:33
Hab hier nen Auszug aus dem HPI Forum der Amis. Hoffe ist keine Urheberrechtsverletzung
Hier beschreibt er zuerst dass er es sich nicht vorstellen kann, nen Bodie innen zu Wassertransf. vor allem wegen der Untergrundfarbe.

Später meldet er sich nochmals und meint er hätte mittlerweile eine Lösung nach viel tüftelei gefunden.
Ausser meinEnglisch ist Grottenschlecht


#57
09-08-2012, 05:02 AM

pitdawg
Pitdawg Hydro Owner
Baja Maniac

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Quote:
PITDAWG SAYS dont think it can be done to inside.. Needs to be painted 1st.. and just dont work out like that with the bodys.. The ink needs somethign to stick too.. It will go stright on abs plastic tho.. With no paint..
Pitdawgs a rookie.. he dont know what the hell hes talking about haha wow this is old.. I was pretty much right on what i was saying tho... aftering trying lots of testing and different ways i came up with a great formula for it .
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www.pitdawghydro.com
Lord Helmchen07.02.2013 08:32
Würde es denn funktionieren wenn man das Objekt, sprich die Karo, als erstes ins Wasserbad legt und dann von unten nach oben durch die Folie zieht bzw. von unten nach oben drückt, sehr langsam versteht sich.

Klingt zwar schon ziemlich fummelig, aber dann wäre das Luftproblem gelöst oder?

Edit: Dazu muss man natürlich auch die Folie anders herum aufs Wasser legen können.

leute schrieb:Hoffe ist keine Urheberrechtsverletzung

Du hast ja die Quelle angegeben und nicht für deinen eigenen geistigen Dünnschiss ausgegeben :yeah: :winki:
Longer07.02.2013 09:04
Dann hast du den Effekt, dass sich der Druck zur Achsenmitte der Karo zieht.

Du bekommst dann bei Totenköpfen zum Beispiel langezogene Köpfe.

Sieht dann auch wieder doof aus.
Schorsch07.02.2013 09:04
Ne geht Denk ich nicht, da man ja den aktivator aufsprühen muss, und dann diese Seite auch klebt! Also vermute ich jetzt mal!?
Thordde07.02.2013 10:47
Soweit würde es gar nicht kommen,...

Die Folie muss mit der Klebeseite nach oben auf dem Wasser liegen, liegt sie anders herum löst sie sich sofort auf.

Wenn das Objekt also bereits unter wasser ist kann der notwendige Wasserdruck gar nicht entstehen um die Folie mit der richtigen Seite an das Objekt zu drücken.

Löcher kann ich mir als Hilfe schon vorstellen.

Pitdawg Pit foliert seine 5B Bodys von Innen, das habe ich jetzt auch gelesen.

Zuerst lackiert er eine transparente Farbe innen auf

Die Schutzfolie aussen bleibt bestehen.

Dann drückt er den Body im 45 grad Winkel mit der Nase vorn ab in die Folie. Das funktioniert vor allem weil der 5B Body keine geschlossene Form ist, da sie ja kein Dach hat.

Beim Abziehen der Schutzfolie aussen zieht er so auch die Folienstücke mit ab die sich aussen angelegt haben. Aber bei einer 5T oder SC Karo geht das so nicht denke ich.

Wenn man mal auf seiner Homepage schaut nach den Traxxas Karos oder SC10 Bodys, die sind partiell foliert was man sehen kann. Also erst die Haube, dann die Seitenteile oder nur das Dach.
Aber wie genau er das macht wird wohl sein geheimniss bleiben. Manche Teile sind auch von aussen Foliert, definitiv!

Thorsten