Nostalgie-Archiv · Stand 09.01.2017 · nur zum Lesen

Die Krokodiljagd von Schwandorf

Bios11.07.2012 09:41
@ Malin: Hol mal dein Haustier wieder nach Hause


Einsatzkräfte in Schwandorf auf der Suche nach dem mysteriösen Krokodil (Quelle: dpa)

70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk haben am späten Dienstagabend am Ufer des Mittleren Klausensees bei Schwandorf schweres Gerät aufgefahren. Unter der persönlichen Aufsicht von Oberbürgermeister Helmut Hey machen die Männer Jagd auf ein Krokodil: "Wir nehmen diese Gefahr ernst." Das Tier - wenn es denn überhaupt existiert - ist maximal einen Meter lang. Nach 90 Minuten müssen sie die Suche bei Starkregen und Gewitter abbrechen.

Seit Samstag hält das angeblich freilaufende Reptil die Oberpfalz in Atem. Ein Spaziergänger hatte gemeldet, er habe ein rund ein Meter langes Krokodil am Ufer des Klausensees gesehen. Daraufhin startete die Polizei eine groß angelegte Suchaktion. Trotz des Einsatzes eines Hubschraubers und von Tauchern blieb die Krokodilsuche bisher erfolglos.

Bissstärke eines Dackels

Einsatzleiter Christian Schwendner wusste bereits im Vorfeld, dass der hohe Aufwand umstritten ist. Ein Krokodil dieser Größe hätte "die Bissstärke eines Dackels", räumt der Feuerwehrmann ein. Außerdem bestehe weiterhin die Möglichkeit, dass die mittlerweile zwei Zeugen, die dem Krokodil begegnet sein wollen, tatsächlich nur einen Biber gesehen haben.

Der ursprüngliche Plan der Feuerwehr: Die Wasseroberfläche sollte nach Einbruch der Dunkelheit mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden. Die reflektierenden Augen des Reptils könnten dann den Standort des Krokodils verraten, erläuterte Schwendner seine Strategie. Gleichzeitig suchen Helfer mit sechs Booten den See ab.

"Man muss sich schon fragen, ob das sein muss"

Die Motoren bleiben ausgeschaltet, die Funkgeräte stumm. "Das Tier ist sehr schreckhaft", sagt Schwendner. Jedes unnötige Geräusch würde es in die Flucht schlagen. Die Einsatzkräfte sind erst seit wenigen Minuten auf dem See, als um kurz nach 22 Uhr strömender Regen einsetzt. Wenige Momente später bläst Schwendner den Einsatz ab.

Ein halbes Dutzend Kamerateams diverser Fernsehsender verfolgt die Aktion. Auch einige Einheimische beobachten den Rummel skeptisch bis amüsiert. Einige von ihnen sind mit dem Fahrrad an den Kiesweiher gekommen, um die Aktivitäten der Einsatzkräfte zu verfolgen. "Man muss sich schon fragen, ob das sein muss, wegen so einem kleinen Viech", sagt einer der Passanten.

Offenbar sind die Bürokraten in diesem Fall ängstlicher als die Bürger. Die neuerliche Suchaktion war nach einem vormittäglichen Krisengipfel mit Vertretern der betroffenen Behörden von der Stadt Schwandorf angeordnet worden.

Experten sind skeptisch

Die Vehemenz, mit der die Verantwortlichen in der Stadt Schwandorf die Krokodiljagd betreiben, stößt auch bei Fachleuten auf Unverständnis. Reptilienexperte Alexander Stromski glaubt nicht, dass von dem Krokodil Gefahr ausgeht. "Ein Tier in dieser Größe würde niemals aktiv einen Menschen angreifen", sagte der Leiter des Reptilienzoos in Neutraubling bei Regensburg. Stromski plädiert dafür, die Suche einzustellen.

Die Chancen, das Krokodil einzufangen, sind Stromski zufolge gering. "Das ist ziemlich aussichtslos", sagt er. "Es muss aber auch gar nicht gefangen werden." Sollte sich tatsächlich ein Krokodil in dem Badesee aufhalten, könne es zwar den Sommer überstehen, "aber im Winter würde es eingehen."

Schwandorfs Oberbürgermeister Hey stört solche Kritik nicht. Er hat bereits am Abend für den Fall eines Misserfolgs weitere Maßnahmen angekündigt. "Wir haben einen Plan B", sagt er. Sollte die nächtliche Suchaktion erfolglos bleiben, werde am nächsten Tag eine automatische Fotoanlage zur Uferüberwachung installiert.
frantic11.07.2012 09:48
Da steht ja was von nem Kiesweiher... ist das bei der Kiese dort ? oder gibts da noch mehr so Weiher ?
Lollepolle11.07.2012 12:48
Cool, Sammy is back! :D :patsch:
DyNa11.07.2012 12:53
jo der Klausensee is direkt neben der Kiese wo wir immer rum düsen... Is nen schöner Badeweiher ...haben aber noch mehr Seen ......Murnersee, Steinbergersee, Bibersee...usw. Oberpfälzerseenland heisst es auch :thumbup:
Lollepolle11.07.2012 12:56
da der ein oder andere Sammy wohl nicht kennt:Klick
rs211.07.2012 14:16
Ich hab´s gewußt dass ich nach dem letzten Treffen etwas vergessen hab .
es war so ruhig auf der Heimfahrt , keiner auf der Beifahrerseite :patsch:
Stefan0111.07.2012 17:34
rs2 schrieb:Ich hab´s gewußt dass ich nach dem letzten Treffen etwas vergessen hab .
es war so ruhig auf der Heimfahrt , keiner auf der Beifahrerseite :patsch:
Hast dei Weib vergessen, die jetzt irgendwo im Weiher rumm schwimmt? :D
Malin11.07.2012 17:48
ach das war bestimmt nur Wolfi, der wiedermal irgendwelchen ahnungslosen
Leuten beim baden in den Zeh gebissen hat und jetzt machen die so einen Aufstand :knot: :sarcastic: :smoker:
rs211.07.2012 18:23
jaja , der Wolfi - kommt immer auf blöde Ideen
BMW-Heizer11.07.2012 19:00
Oder hatte er in der Kiese wieder ne Frauenrolle und hat nur seine Kroko-Tasche da liegen lassen ? :huh:
Bios19.07.2012 18:51
Man hat das "Krokodil" entdeckt. Es war lediglich ein kleiner Biber, der dort heimisch ist
DyNa19.07.2012 20:44
Jetzt weiß ich warum jeder das weite gesucht hat als sie mich an diversen anderen Seeen gesehen haben :) jetzt da es doch nur ein bieber war kann ich wieder auf die Straße
Bios25.07.2012 22:35
Der Biber war eine falsche Info.

Hier die richtige Meldung:

Krokodil vom Klausensee entpuppt sich als kleine Echse

25.07.2012, 17:45 Uhr | dapd
"Krokodil" vom Klausensee identifiziert (Quelle: dpa)

Das Rätsel um das angebliche Krokodil aus dem Klausensee bei Schwandorf in der Oberpfalz ist endgültig gelöst: "Klausi" entpuppte sich als harmlose, 45 Zentimeter lange Echse, eine sogenannte Bartagame, die wegen ihrer schuppigen Haut und ihres langen Schwanzes auf den ersten Blick mit einem Baby-Krokodil verwechselt werden könnte.


Ein 67-Jähriger hatte das Tier nach Angaben der Polizei am Dienstagnachmittag entdeckt, als er mit seinem Motorroller den Klausensee entlang fuhr. Er fing die Echse kurzerhand ein, verpackte sie in einen Sack und brachte sie zur Schwandorfer Polizei.

Mit einem Foto konnte "Klausi" schließlich von dem Mann, der das angebliche Krokodil am 7. Juli bei einem Spaziergang im Schilf entdeckt und damit eine tagelange Suchaktion ausgelöst hatte, eindeutig identifiziert werden, wie Dieter Jäger von der Schwandorfer Polizei betonte. Wem "Klausi" gehört, ist noch unklar. Die Echse ist inzwischen in eine Reptilien-Auffangstation gebracht worden.
Tagelange Krokodiljagd

"Klausi ist wieder da", freut sich Jäger und gibt zu, erleichtert über den Fund zu sein. Doch auch dem Mann, der die Sache mit seiner Sichtung ins Rollen gebracht hatte, dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, glaubt Jäger: "Der musste verbal viele Prügel einstecken und sieht sich jetzt im Recht".

Die Polizei selbst sei sich übrigens nie so recht sicher gewesen, ob an der Geschichte was dran sei, gibt Jäger zu. "Wir tippten eher auf einen Biber".

Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk hatten den Mittleren Klausensee tagelang und mit erheblichem Aufwand nach dem Reptil abgesucht. Für die Krokodiljagd waren auch Hubschrauber und Polizeitaucher sowie Wildkameras am Seeufer zum Einsatz gekommen. Als all dies keine Ergebnisse brachte, wurde die Suche am 16. Juli eingestellt.
rs226.07.2012 16:40
und wo bleiben die Bilder ?????
Bios26.07.2012 16:52